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13:56 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (1) | TrackBack (0)
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12:46 Uhr in Dies und Das, Fleisch, Gemüse, Vegetarisches | Permalink | Kommentare (22) | TrackBack (0)
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Allen Lesern und Leserinnen wünsche ich ein wunderbares Jahr 2013 mit Gesundheit, Liebe, Glück, Geld, lecker Essen, Sonnenschein und Regen nur des nachts, wenn wir in unseren Bettchen liegen und wunderbare Träume haben.
Herzlichen Dank, ihr Treuen, dass ihr immer mal wieder reingeschaut habt. Es freut mich und spornt mich an, euch auch im nächsten Jahr mit Gerichten und Geschichten zu erfreuen. Bis bald, in diesem Theater.
01:17 Uhr in Aktuelles, Dies und Das | Permalink | Kommentare (8) | TrackBack (0)
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Ist es wirklich wahr? Kann das wirklich sein? Ist das tatsächlich schon so lange her?
Ich sehe mich noch nähend kurz vor Karneval in der Küche sitzen, um diesem süßen Fratz die Halskrause als krönenden Abschluss seines von mir selbst genähten Karnevalskostüms zu basteln.
So ungefähr 23 Jahre später klingelte eines Tages das Telefon und dieses putzige Kerlchen teilte mir mit, dass er heiraten wolle. Schluck!
So früh! So schnell!! So übereilt!!! Ach herrjeh. Und wen denn? 250 km vom Wohnort des Sohnes entfernt, hatte ich zwar schon von der Freundin gehört, aber gesehen hatte ich sie noch nicht. Und warum muss man überhaupt heiraten? 25 Jahre alt und heiraten. Das muss doch nicht sein! Ich glaube, mein Sohn war ziemlich enttäuscht, als ich frisch von der Leber weg meine Meinung kund tat. Nachdem er mit einem "Ich dachte, du würdest dich mit uns freuen!" den Hörer aufgelegt hatte, hab ich dann doch mal angefangen, mein Hirn einzuschalten.
Und da fiel mir auf:
Ich hab dann noch mal angerufen, mich entschuldigt und mich gefreut. Diese Freude hat bis heute angehalten und schlug in Begeisterung um, als ich meine zukünftige Schwiegertochter das erste Mal zu Gesicht bekam. Eine ganz, ganz tolle Freundin wollte mein Sohn zu seiner Frau machen und genau das hat er am letzten Wochenende auch getan.
Ich habe natürlich sofort angeboten, die Hochzeitstorte zu backen und in den nächsten Tagen werdet ihr in Fülle und in Gänze informiert über den steinigen Weg, den eine Mutter geht, die für die Kinder eine Torte backt.
Es - war - ja - so - aufregend!
Und anstrengend. Und überhaupt... es war so toll. Sicher möchtet ihr jetzt auch wissen, wie das liebe Mädchen aussieht, das mein(en) Sohn geheiratet hat. Genau so süß! Voilà.
Und morgen: Just married 2 - NUSSKUCHEN
23:17 Uhr in Dies und Das, Hochzeit Tobias und Dajana | Permalink | Kommentare (22) | TrackBack (0)
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Geburtstag? Herzlichen Glückwunsch, liebes Heikes Blog.
Bratkartoffeln? Blogevent? Super Idee. Ich liebe Bratkartoffeln. So in der Art halt.
Aber für Heike, die liebe Heike, da sollte es doch etwas Besonderes sein. Ausgefallen. Exklusiv. Extraordinär. Kostbar. Vielleicht auch ein wenig verrückt.
kaquu ist schuld, denn vom Event hatte ich noch nichts mitbekommen, bis ich mich von seinem Adventskalender zum Lesen eines Postings verführen ließ, das am Ende abdrehte und nicht mehr über Adventskalender informierte, sondern mich mittels seine Inhalts in die rotglühende Bratkartoffel-Verdammnis katapuliterte. Kaum gelesen, begann das kleine, böse Rädchen in meinem Kopf seine Arbeit und stand nicht mehr still.
Bis heute Abend, als die atemberaubende Kreation verzehrbereit auf dem heimischen Essgeschirr drapiert wurde und wir, gerührt, glücklich und dankbar, auf ein wahres Kleinod der Bratkartoffelbratkunst blickten. Der Weg dorthin war dornig, tränenreich und extrem ausmergelnd. Wir haben gemeinsam mindestens 5,7 Gramm abgenommen, mein lieber Mann und ich.
Schlaflos, die Kissen durchwühlend, die Bettdecke zwirbelnd, das Morgengrauen nach durchwachter Nacht verfluchend, sann ich nach einem Rezept für die ultimativen Kartoffeln. Braun gebraten, ansehnlich, mit knuspriger Kruste und weichem Kern - Heike halt.
Schwächliche Naturen sollten an dieser Stelle die Lektüre des Eintrages unterbrechen und sich der Ertüchtigung von Körper und Geist widmen, um der immens herausfordernden Beschaffung der benötigten Materialien sowie deren Zubereitung gewachsen zu sein.
Physisch und mental gefestigten Lesern rate ich zu Mut, Selbstvertrauen und Durchhaltevermögen. Auch ihr werdet es schaffen, auch ihr werdet den heiligen Gral der ansehnlichsten Bratkartoffeln der Welt in Händen halten dürfen, wenn ihr euch akribisch an die von mir persönlich entwickelte Vorgehensweise haltet.
DAS BRATKARTOFFELRITUAL
Nach einem läuternden Bad - nackt in einem reissenden Fluss, dessen Wassertemperatur 5° Celsius nicht übersteigen darf - und in ein selbst gewebtes Sackleinengewand gehüllt, greift ihr den von einem antiken Heiligen gesegneten Eimer mit der kleinen Goldkelle aus dem Schatz von Caxamalca und begebt euch auf ein Kartoffelfeld, dessen Ackerfurchen süd-westlich einer gedachten Linie von Bad Knollendorf über Bauernheim nach Königswusterhausen verlaufen.
17,5 Minuten nach Mitternacht, drei Tage bevor der Vollmond scheint, erntet ihr fünf Kartoffeln mit einem jeweiligen Gewicht von 90 bis 97 Gramm. Während der Ernte rezitiert ihr das komplette Nibelungenlied in der Originalsprache, dem Mittelhochdeutschen.
Nachdem das Kartoffelfeld aus Dankbarkeit und aus Achtung vor den Früchten der Erde 27mal umrundet wurde, begebt ihr euch in euer Heim, das während eurer Abwesenheit von 13 Schamanen gesäubert wurde. Hier wascht ihr die fünf heiligen Kartoffeln mit 1,279 Litern Wasser aus der Quelle einer Wassernymphe. Dabei singt ihr Schuberts Lied von der Forelle.
Unter tausendfachen Entschuldigungen schält ihr die Erdäpfel so dünn wie möglich mit einem Messer, das an den Felsen des Himalayas für diesen besonderen, einzigartigen Zweck geschärft wurde.
Eure salzigen Tränen, die ihr dereinst über Monate sammeltet, dienen den Kartoffeln als Garflüssigkeit. Sanft simmernd schwimmen die goldenen Knollen ihrer Vollendung im nicht zu heißen Wasser entgegen. In jeder Hand eine Gebetsmühle, unterstützt ihr die Kartoffeln auf ihrem Weg ins Nirwana.
Um den schwierigsten Teil, das Zerteilen und Gestalten des wertvollen Schatzes, ohne zerrüttetes Nervenkostüm überstehen zu können, trinkt ihr 375 ml eines von einem Irischen Schäfer aus Connemara schwarz gebrannten, 80%igen Potcheen. Die Reste des Getränkes spendet ihr dem örtlichen Krankenhaus, Abteilung Desinfektion.
Nachdem die filigranen Schnitzarbeiten abgeschlossen wurden, erhitzt ihr das Fett eines seit 264 Jahren in den ewigen Jagdgründen weilenden Bisons in der im Allgäu bei Vollmond in einem Schaltjahr am letzten Tag des Februars geschmiedeten gusseisernen Pfanne, legt Stück für Stück die wertvolle Fracht in das rauchende Gefäß und vollendet euer wunderbares Werk.
Am Ende, nach all der Mühsal, nach all dem Schmerz, nach all dem Zweifel, des Haderns und den Gedanken an Aufgabe und Schmach, am Ende dieses langen, steinigen Weges, endlich, endlich, habt ihr sie erschaffen. Ihr seid die Kreateure dieses Wunders, dieser Einmaligkeit, unerreicht und nie gesehen. Macht euch bereit für die wunderbaren
BRATKARTOFFELN "HEIKE"
Viel Glück!
22:48 Uhr in Blogevents, Dies und Das | Permalink | Kommentare (26) | TrackBack (0)
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"Wu die Hasen Hoosn haßn, und die Hosen Huusn haßn, do is Frangng!"
Genau! Wollt ich auch grad sagen. Geht aber nicht, ich hab den Mund voll. Damit, gell Eva und Knut...
Wir waren gefühlte zwei Sekunden vom wunderbaren Treffen in Würzburg zurück, da lag die Wildschwein-Mettwurst schon auf dem Schwarzbrot. Was für eine köstliche Sauerei, der Genuss nimmt kein Ende! Ein wönziges Schlöckchen Heidegeist wurde auch schon probiert und ich muss sagen, ich könnt mich glatt an die landestypische Kost im hohen Norden gewöhnen. Der Rest aus südlichern Provenienzen muss noch ein wenig warten, bis er zur Verkostung vortreten darf.
Vielen Dank für die lieben Präsente - damit hatten wir nun überhaupt nicht gerechnet, liebe Eva, K., Robert, Nathalie, P., Franz und K..
Das Bloggertreffen amfürsisch war eine Wolke. Ich kann gar nicht sagen, was schöner war. Die vielen neuen Bekanntschaften, das Auffrischen alter Beziehungen, das tolle Essen in der Osteria Trio, die Desserts, das Lachen, das Quatschen, das Heimelige? Ich weiß es nicht, ich weiß nur, dass es mir sagenhaft gut gefallen hat und dass ich wieder einmal nach Hause fuhr mit einem beseelten Lächeln im Gesicht.
Ich habe sehr wenig fotografiert. Zu wenig, weil ich zuviel gequatscht habe.
Ziegengäse-Feigen-Grosdini
Das ist mein Foto - wie man sieht :-(
Aber mein lieber Mann war fleißig und hat's mal wieder rausgerissen. Von ihm sind die folgenden Fotos der Speisen in der Osteria, die ein absolludder Draum waren.
Bollendaschnidden - sensadsionell
Göstliche Gardoffelbambe mit gewürzigem Huhndobbing
Pizza gab es auch noch. Und Olivenaufstrich mit Baguette (oder war es Tschiabadda?) Keine Fotos vorhanden. Dessert fiel ebenfalls aus - ich habe kein einziges Bild gemacht, weil ich gespachtelt habe, als gäb's kein Morgen mehr.
Vielen Dank Noémi, Simone, Evi und ihr anderen guten Geister der Osteria Trio - das war eine sehr schöne Zeit, die ihr uns beschert habt.
Für die Damen und Herren, die gerne das Rezept von den dekadenten kleinen Suchtknubbeln haben wollten, hier noch der Link. Man gönnt sich ja sonst nichts.
Spannendes auch hier:
16:07 Uhr in Blogevents, Dies und Das | Permalink | Kommentare (24) | TrackBack (0)
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In den frühen Abendstunden des gestrigen Tages wurde von Herrn Norbert H. im Garten des von ihm und seiner Ehefrau bewohnten Einfamilienhauses ein frühherbstliches Sturmopfer gefunden.
Tief betrübt barg der Hausherr unter Mobilisierung aller Kräfte das bedauernswerte Objekt, um es in die jammervoll ausgestreckten Arme seiner Angetrauten zu überführen.
Tränenblind und mit zitternden Händen war sie nur noch in der Lage, ein einziges brauchbares Foto mit ihrer bescheidenen Kamera für die Ewigkeit festzuhalten. Danach zerriss sie sich ihre Kittelschürze und raufte sich das schüttere Haupthaar.
Stunden später, nach großem Gejammer und Wehklagen, wurde dem bedauernswerten Subjekt ein Ehrenplatz in der heimischen Küche eingerichtet, wo es seitdem verharrt. Grausame Welt, was haben jene Menschen nur getan, dass sie so gestraft werden?
Wer in dieses Antlitz schaut, weiß, was sie verloren haben:
14:32 Uhr in Dies und Das, Obst, Vegetarisches | Permalink | Kommentare (19) | TrackBack (0)
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Ich habe ja bereits am Sonntag in epischer Breite über die wunderbaren Blind Dates berichtet.
Gestern sind die Damen nach einer absolut unschlagbaren, perfekten Leistung, der selbstlosen Unterstützung durch mitgereiste Jubeltanten und dem Verzicht auf das Einsacken von 4000 Euro bis ins Finale der Topfgeldjäger gekommen. Das sieht im heimischen Wohnzimmer so aus (im Hintergrund sehen die geneigten Leser bereits das Sektglas, das in der Finalsendung zum Einsatz kommt):
Heute werden Heike von Au und Dorothée Beil zum letzten Mal an den Herd treten, um als Frauenteam ein Männerteam in die ewigen Jagdgründe des schlechten Geschmacks zu kochen. Dahin, wo der Lafer aus jedem Topf rausspringt, dessen Deckel man hebt. Wo jeder Griff zum Brotaufstrich mit Lichters Kommentar aus dem Off: "Juute Butter, nur ein kleines Eckschen juute Butter, watt is datt lecker!!! Isch liebe eusch. " garniert wird und bei Öffnen des Kühlschranks der Fonsi erscheint, bekränzt mit an Ingwer, an Arganöl, an Pettersil und einem Bauchladen voller Ostmanngewürze. Stefan Marquard ist nicht da. Hölle, Hölle, Hölle eben.
Nun bemerke ich gerade beim Schreiben, dass, wenn die Kochgöttinnen morgen nicht gewinnen solten... ach, wir lassen das jetzt einfach mal und lehnen uns zurück, trainieren die Geschmeidigkeit unserer Daumen, denken ganz fest daran, dass die Beiden einfach gewinnen MÜSSEN und dass wir auf gar keinen Fall vergessen dürfen, dass heute, today, aujourd'hui, also am
DIENSTAG UM 15.05 UHR IM ZDF
die allerwichtigste Sendung des Jahres läuft (man beachte die Goldfarbe). "Wir" rechnen mit euch, einschalten!!! Büdddeeee!!!
00:13 Uhr in Aktuelles, Dies und Das | Permalink | Kommentare (13) | TrackBack (0)
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Heiliges Marokkotablett mit drei Kostbarkeiten (mindestens)
Kennt ihr die Topfgeldjäger? Nee, nicht die bösen Buben auf vierbeinigen Fortbewegungsmitteln, die blaue Bohnen in lebenswichtige Körperteile von dringendst Gesuchten befördern, um ihnen den Weg ins Nirwana zu ebnen. Das sind Kopfgeldjäger. Ich meine Topf-geld-jäger. Die Sendung. Im ZDF. Kennt ihr nicht? Ich auch nicht.
Bis letzten Mittwoch, da habe ich mir mal in der Mediathek vom ZDF eine Sendung reingezogen. Damit ich mitreden kann und damit ich weiß, was mich erwartet. Wenn ich donnerstags zuschaue. Letzten Donnerstag. Und Freitag auch. Morgen sowieso.
Normalerweise schaue ich nie nachmittags fern. Außer bei Spocht und Weltuntergang. Also eigentlich nur bei Spocht. Ach so, und wenn Royals heiraten. Wobei mir wieder einfällt, wie süß die Schweden und wie cool die Briten... ach, ich schweife ab. Die Topfgeldjäger also. Ich fasse zusammen:
Es handelt sich um eine Kochsendung im ZDF. Sendezeit: 15.05 Uhr, Montag bis Freitag. Steffen Henssler ist der Moderator, Frank Rosin der Juror. Zwei Teams spielen gegeneinander. Wobei mit "spielen" eher "kochen" gemeint ist. Ein Team besteht aus zwei Frauen, das andere aus zwei Männern. Gekocht wird aus einem vorgegebenen Warenkorb, am Ende winkt Kohle. Damit kann man ja auch kochen, gell? Während der Sendung werden den Köchen vier Fragen gestellt. Bei richtiger Antwort bekommt man eine Zutat, die nicht im Warenkorb ist, von der das Team aber meint, sie dringendst zu benötigen, um das Siegermenü unschlagbar perfekt kreieren zu können.
Innerhalb von 45 Minuten werden Vorspeise, Hauptgericht und Dessert zubereitet. Kein Witz. Herr Henssler kocht auch zwischendurch - er ist auf die schnelle Nummer abonniert. Bisher hat ihm das immer gefallen. Bisher. Da kannte er Bushi noch nicht.
Am Ende jeder Sendung kann sich das Siegerteam innerhalb von 10 Sekunden und nach Betrachten des in der nächsten Folge Verwendung findenden Warenkorbes entscheiden, ob es weiter macht. Die Anderen fliegen raus, was unweigerlich mit dem Verlust der bisher erspielten Mäuse einher geht. Gewinnen kann man (hier muss ich jetzt nachschauen, Moment, ich hab's gleich ...) 10.000 Euro. In der ersten Sendung gewinnt das Team 1000 Euro, in der zweiten Sendung 2000 Euro, in der dritten Sendung... keine Ahnung, ich habe erst bis zum Ende der zweiten Sendung geschaut.Ich hoffe aber, dass ich bis zum Ende der vierten Sendung schauen darf. Und soll ich euch mal verraten, warum?
Weil Heike - .essenvonau und Dorothée - bushcooks kitchen seit Donnerstag die Heldinnen dieser Kochshow sind. Zumindest meine Heldinnen. Egal wie es ausgeht. Forever.
Was da gekocht wurde am Donnerstag und Freitag, war natürlich spitzenmäßig. Sonst hätten die Beiden nicht gegen das "Mein Papa putzt sie alle weg!"-Team aka "Mir bluten die Ohren"-Team gewonnen und danach die Pälzer Buwe in die Speisekammer des Schreckens geschickt.
Aber das Beste an den bisherigen Sendungen waren die coolen Sprüche der beiden Protagonistinnen. Ich empfehle dringendst einen Besuch der virtuellen Mediathek des ZDFs, um einen Gesamteindruck davon zu bekommen, wie es aussieht, wenn Steffen Henssler sprachlos ist. Ich jedenfalls habe mir sofort ein Kochbuch von Stefan Marquard bestellt. Kochschule, gell Bushi?
Dass Hunger der beste Koch ist, stellte in der zweiten Episode Frau von Au fest und das Publikum konnte sich von der Richtigkeit dieser Aussage überzeugen - das Team "Blind Date" war wieder eine Runde weiter.
Warum die Beiden sich "Blind Date" nennen, wer noch alles in diese Auftritte involviert ist, was Herrn Henssler sprachlos machte - und das war nicht nur Bushcooks Hinweis auf ihre putzige Kochbuchbiliothek mit einem Umfang von 2000 Titeln oder ihre kulinarischen Erlebnisse auf ihren Reisen -, wen es interessiert, wie es in Israel so ist, wer sich als dem Essen und Trinken Zugewandter an spitzen Bemerkungen, tollen Tellern und nervenzerfetzenden Entscheidungsrunden ergötzen möchte, dem lege ich nochmals allerdringendst ans Herz, sich Folge 1 und Folge 2 der Topfgeldjäger mit uns Allen bekannten Größen der Foodbloggerszene anzuschauen. Wer das nicht macht, verpasst was, versprochen.
Überaus wichtig ist ebenfalls, dass es am Montag, also morgen, am 05.September 2011 um 15.05 Uhr weiter geht. Im ZDF. Ich schalte natürlich wieder ein. Auch deshalb, weil ich wissen muss, ob ich den dritten Likör trinken darf.
Bushcook hatte meinem Mann und mir nämlich drei Fläschchen Likör aus eigener Herstellung verehrt, als wir gemeinsam eine an dieser Stelle bereits mehrfach erwähnte Sausen-Party besuchten. Nach Bekanntgabe der Teilnahme am Kochwettbewerb habe ich mich bereit erklärt, selbstlos wie ich bin, nach jedem Sieg eines dieser Fläschchen zu leeren. Zwetschge und Holunderblüte habe ich bereits intus, wobei die Zwetschge schon toll war, aber dieser Holunderblütenlikör... ein absolutes Highlight! Roter Mohn, lalalallalalalllaaahh....
Wer wissen möchte, wie es hinter den Kulissen dieser Chose zuging, lese bitte die höchst informative Berichterstattung bei Hamburg kocht! Zu schön! Da kommt auch "Mein Papa putzt sie alle weg!" vor. Falls ihr wissen wollt, was das soll. Armer kleiner Kerl, das Leben kann so grausam sein - und sooo gerecht, nicht wahr, Mädels?
Falls die coolen Ladies weiter kommen morgen, dann muss ich leider am Dienstag eine große Flasche Schaumwein köpfen. Egal, ob sie gewinnen oder nicht. Gewinnen wäre natürlich der Oberhammer. Aber auch wenn sie es nicht schaffen, Siegerinnen sind sie auf jeden Fall. Soviel Mut und Können ist aller Ehren wert. Und die Sprüche sind für mich schon jetzt Kult. Ich sach nur Marquard...
Und jetzt: TV programmieren, Timer stellen, Terminkalender ergänzen und zuschauen. Mindestens noch morgen, 15.05 Uhr, ZDF.
19:38 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (9) | TrackBack (0)
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Das Vorgeplänkel:
Manchmal geschehen Dinge, die man mit Fug und Recht 'Zeichen und Wunder' nennen darf. So geschehen gestern, am 29. August 2011. Da kam nämlich meine Eismaschine zurück.
Nun fragt ihr euch sicher "Ja, wo war die Eismaschine denn?" und ich lasse euch - versprochen - nur wenig lang, aber auch nicht wirklich kurz, im Ungewissen. Zunächst muss ich nämlich vorausschicken:
Ihr wisst ja, ich mache nie Werbung im Blog als Gegenleistung für eine Leistung (aka Pseudoleistung) irgendeines Unternehmens. Ich nehme nix an, ich fahre nirgends hin und wenn ich was annehme oder wenn ich irgendwo hin fahre, dann bezahle ich das selbst und schreibe drüber oder ich nehme es an, zahle nicht selbst und schreibe nicht drüber. Ich berichte über Dinge, die mir gefallen, die ich ausprobiert habe, die ich mir für den täglichen Gebrauch kaufe, die ich guten Gewissens empfehlen kann. Aber ich habe noch nie, auch nicht von Manz, irgendeinen geldwerten Vorteil für meine Berichterstattung erhalten, geschweige denn klingende Münze ins Säckel gestopft bekommen. Das war so, das ist so, das bleibt so. Hugh!
Das Folgende ist deshalb auch keine Werbung, sondern eine Art Erlebnisbericht, mit UNOLD und der Eismaschine 48816 (De Luxe, 1,5 Liter) als Hauptakteuren.
Der Bericht:
Ich hatte mir irgendwann mal eine Eismaschine online gekauft. Nicht über diesen riesigen Großhändler mit "a", sondern über eine Preisvergleichsseite, die empfahl, das Gerät bei - tja bei wem nochmal? Das war irgendwann die große Frage. Die Eismaschine war bei Unold hergestellt worden, sie wurde wenig benutzt, aber wenn, dann tat sie ihren Dienst ohne Probleme. Ich war zufrieden.
Nun trug es sich zu, dass diverse Freunde des guten Geschmacks bei Arthurs Tochter einen Abend verbringen durften. Das Gastgeschenk sollte eine Eismaschine sein. Nata war so lieb, die ganze Chose zu managen und ich konnte nur Gutes über die Unold- Maschine berichten. Astrid bekam sogar die Tolle mit ohne Motorteil oben drauf - vom Feinsten.
Kaum waren das Lob und die Kaufempfehlung ausgesprochen, da ging mir die Maschine kaputt. Ich war frustriert.
Gleichzeitig nahm die Chose Fahrt auf. Wann und wo und von wem hatte ich die Maschine eigentlich gekauft? War noch Gewährleistung drauf? Keine Ahnung. Im Rechnungsordner gewühlt. Nix. Oh nee, wie kriege ich jetzt raus, wann und wo und von wem ich die Maschine gekauft habe? Im Blog gucken? Im Blog gucken! Ha, dafür sind Blogs gut. Eismaschine in die Suche eingegeben und schon kamen Kommentare angeflogen, wo es um den Kauf der Eismaschine ging. Wo ich sie gekauft hatte und wer sie mir verkauft hatte, wußte ich immer noch nicht.
Der Zeitpunkt des Kaufs lag irgendwann im Januar 2009, ein suboptimales Ergebnis, war die Gewährleistung doch schon seit ein paar Wochen abgelaufen. Ich, noch frustrierter, guckte mir schon mal die Maschinen von anderen Anbietern an. Aber da man bekanntlich niemals den Korn in die Flinte kippen sollte, habe ich mir gedacht, schreibst du doch einfach mal an Unold. Kost' ja nix. Hab' ich auch gemacht. Das las sich so:
"Sehr geehrte Damen und Herren,
im Januar 2009 legte ich mir eine Unold-Eismaschine 48816 (De Luxe, 1,5 Liter) zu. Seitdem war sie vielleicht 10 mal im Gebrauch. Gerade gestern habe ich das Gerät noch empfohlen und eine Freundin hat es bestellt. Heute morgen geht mir das Teil kaputt. Anscheinend ist der Kompressor defekt.
Die Maschine hat zunächst auf -22° C heruntergekühlt, fing an zu brummen und erhöhte die Temperatur. Bei +11° C habe ich dann abgeschaltet. Ein neuerlicher Versuch hatte den Erfolg, dass bis auf -10° C gekühlt wurde und dann der Erwärmungsprozess wieder einsetzte. Und nun?
Die Gewährleistung ist ja abgelaufen. Wie teuer ist eine Reparatur? Lohnt sich das überhaupt (bei amazon sind die Eismaschinen zurzeit im Angebot)?
Ich bin frustriert , grüße aber trotzdem freundlich "
Drei Tage später - ich weise darauf hin, es war zu diesem Zeitpunkt Mitte Juni, die Gewährleistung also schon seit mehr als fünf Monaten abgelaufen - hatte ich Post einer ebenfalls sehr freundlichen Mitarbeiterin im Kasten, die ihr Bedauern aussprach und etwas von "eventuell" und "Kulanz" schrieb. Ich solle die Maschine unfrei an den Kundendienst zur Prüfung eines eventuellen Kulanzanspruches einsenden und unbedingt den Kaufbeleg zufügen.
Tja, da war er wieder, der Kaufbeleg, aber eigentlich war er ja nicht da. Ich konnte zwar beim Leben meiner Urgroßmutter beschwören, die Maschine gekauft zu haben, aber wo und bei wem? Ich habe alles durchwühlt, alle Ordner, mein Zimmer, ich fand und fand und fand nichts. Wochen später, mittlerweile war es Mitte August (sic!), konnte ich freudestrahlend, aber mit aus verständlichen Gründen gedämpfter Euphorie, folgende Mail absenden:
"Guten Tag, Frau XY,
oh je, das war vielleicht eine Aktion. Ich habe nämlich die Rechnung nicht finden können. Zunächst habe ich alle Ordner auf den Kopf gestellt, dann mein Arbeitszimmer. Dort kamen viele interessante Dinge zum Vorschein, eine Rechnung leider nicht.
Nach Art von Sherlock Holmes hat mein Mann heute die Überweisungsbelege durchforstet und ist auf eine Überweisung an ein Unternehmen namens YX gestoßen. Auf der Internetseite habe ich entdeckt, dass dort ein Kundenkonto existiert, an dessen Zugangscode ich mich tatsächlich noch erinnern konnte. Dort wurde ich dann endlich fündig - die Rechnung war noch vorhanden. Juhu!!! Vielleicht sollte man sich solche Online-Dokumente auch mal ausdrucken, wenn sie einem gesendet werden...
Lange Schreibe, kurzer Sinn: falls ihr freundliches Kulanz-Angebot immer noch gilt, könnte ich jetzt (endlich!) die Eismaschine zusenden. Ich habe sie vor ein paar Tagen nochmals ausprobiert, nachdem sie eine Nacht in der Küche gestanden hat und nicht bewegt wurde - dasselbe Dilemma. Sie kühlt zunächst und heizt dann irgendwann auf.
Also, ich freue mich auf Ihre Antwort und wünsche einen guten Start in die Arbeitswoche."
Dieser geballten Charme-Offensive konnte Frau XY, obwohl sie gar nicht da war und ein Kollege antwortete, anscheinend nicht widerstehen. Nie hätte ich damit gerechnet, aber ich durfte die Maschine senden. Hab' ich gemacht, am nächsten Tag. Knapp 12 Euro Porto - so ein Ding ist schwer.
Nun ging das Simulieren los. "Kulanz" - guter Witz. Bin mal gespannt, wie teuer die Reparatur wird. Sieben Monate nach dem Ablauf der Gewährleistungsfrist... wieso habe ich nicht sofort eine neue Maschine gekauft? Wieso habe ich das Ding zur Post geschleppt? Wie kann man nur so doof sein?
Aber, Freunde, weit gefehlt, denn gestern kam sie, die Überraschung des Jahres. Der Bote klingelt. Die Eismaschine. Mit Dollarzeichen auf der Pupille, die Dagobert Duck vor Neid erblassen lassen, befreie ich mit zitternden Fingern die angepappte Rechnung aus dem Plastikumschlag. Schweißperlen rinnen von der Stirn, die Angst im Nacken sitzt tief. Aus meiner Handtasche ist ein Brummen zu hören, dem ein Schwall heißer Luft folgt - meine Kreditkarte glüht schon mal vor. Und was lese ich da, unter der Rubrik "Rechnungsbetrag"?
.....
Fortsetzung folgt...
.....
Nee, war nur ein Scherz. Ich gucke also auf die Rechnung und ich lese, echt wahr, also, ich lese:
0,00 Euro
Potzblitz und tausenfach zugenäht, das ist ja wohl der Hammer. Da hatte mir Unold doch tatsächlich die Maschine kostenfrei repariert. Dachte ich zumindest.
Ich machte mich ans Auspacken und musste mich erst mal setzen, weil ich es zunächst nicht glauben konnte, was ich da sah. Allerdings dämmerte mir dann recht schnell, dass ich mich wohl nicht getäuscht hatte und meinen Augen trauen konnte - die Maschine war gar nicht repariert worden.
Sie war neu. Nigel-nagel-neu. Gleiches Modell, praktischere Ausstattung (dieses Gefummels beim Aufsetzen des Motorteils gehört nun endlich der Vergangenheit an), neu. 0,00 Euro. Sieben Monate nach Ablauf der… ja, ja, ist ja gut. Unglaublich. Und die wussten nix von Schnuppschnüss und ihrem Manzfred und ihr und sein Blog. Das war einfach nur Kulanz. Ohne Wenn und Aber, Dienst am Kunden eben.
Was habe ich mir schon oft gewünscht, dass ich als Kunde mal wie der vielzitierte König hofiert werde. Beim Eismaschinen-Dealer fühlte ich mich wie Sissi.
Der Absacker:
Minnigens eine Kundin hat der Laden auf ewig. Moi! Wenn möglich, kaufe ich ab sofort nur noch dort. Also genau dort. Also bei der netten Frau XY ihre kulante Firma.
Sach‘ ich doch, ich mach‘ keine Werbung. Never!
20:41 Uhr in Aktuelles, Dies und Das | Permalink | Kommentare (22) | TrackBack (0)
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Bitte sprechen Sie mir nach: "Belvedere!"
Hört sich das nicht herrlich exklusiv an? Und sehen die Teile da in der Mitte nicht ebenso exklusiv aus?
Nicht? Och. Schmecken aber so. Exklusiv. Phantastisch. So, als würde man, mit Korsett und Krinoline bekleidet, im "Belvedere" sitzen (Mädchenversion!), Tee trinkend aus papierdünnem Porzellan, Schokoladen-Schnittchen essend, das Personal scheuchend.
In der Realität und im Zuge der Überlegungen, was ich wohl zur Feier bei Arthurs Tochter mitnehme, spielten folgende Aspekte eine Rolle:
- es soll Kuchen sein (kann ich am besten)
- es soll nicht nur eine Sorte sein (kann ich mich austoben)
- er soll von der Hand in den Mund zu essen sein (spart Geschirr)
- er soll leicht zu transportieren sein (Bahnfahrt)
- er muss Hitze vertragen können (Sommer)
- er muss eine Weile ungekühlt überleben (Sommer)
- keine Creme, keine Schokolade, kein Guss (Sommer)
So kam ich zu dem Schluss, neben einem Bulgursalat als herzhaftes Pendant, drei verschiedene, flache Rührkuchen anzufertigen, die besonders gut schmecken, wenn sie mindestens Zimmertemperatur haben, weil das ein oder andere Gramm Butter resp. Fett darin enthalten ist. Zwei der Kandidaten hatte ich bereits gebacken; Toblerone Whities und Aprikosen-Butter-Streusel sollten uns auf jeden Fall auf der Reise begleiten. Beide kann man gut aufbewahren, beide schmecken am Backtag lange nicht so fein wie ein oder zwei Tage später und Wärme macht ihnen nichts aus. Da Chef Hansen schon einen Zitronenkuchen beisteuerte (der extrem gut schmeckte), machte ich mich also mit dem Gedanken vertraut, fingerfoodartige Kleinteile zu produzieren, die man sich einfach so in den Mund stecken kann.
Was jedoch sollte ich als dritte Alternative anbieten? Auf eine andere Sorte Brownies hatte ich keine Lust, da gab es schon die Whities, die gepimpte Brownies sind. Was mit Obst wollte ich nicht, wegen der sommerlichen Temperaturen. Irgendwas mit dunkler Schokolade schwebte mir vor, aber nicht als Guss. Oder Plätzchen? Na ja, ich kam dann auf die Idee, einfach mal in meiner überschaubaren (hust..) Backbuchsammlung zu wühlen und prompt blieb ich beim Konditormeister Heinemann und seinen Gebäckträumen hängen. Kann es wirklich sein, dass ich aus diesem Buch noch nie etwas gebacken habe? Obwohl es doch schon so lange im Regal steht. Fast genau so lang, wie Heinz-Richard Heinemanns Schokoladenträume, aus dem ich erst einmal ein Muffinrezept gemopst hatte? Schicksal, nimm deinen Lauf!
Ein Griff, ein Treffer, "Belvedere!". Wenn das kein Zeichen war! Die Einladung an sich war ja schon ein Traum und jetzt noch einer in Kuchenform ... das musste es sein! Und dann auch noch dieser elegante Name: "Belvedere-Schnitten". Ich legte sofort los und in Windeseile standen die Schnittchen auf dem Tisch. Allen, die viel Zeit zum Backen haben, aber vor allem Denjenigen, die wenig Zeit zum Backen haben, lege ich dieses Rezept ans Herz.
Die Belvedere-Schnitten sind flache Kuchenvierecke, im besten Fall Quadrate mit einer Kantenlänge von 4 x 4 cm. Der Guss besteht aus Rum und Puderzucker, unter dem sich eine recht dünne, biskuitartige Schoko-Nuss-Teigschicht befindet. Dieser Kuchen ist wie ein Hauch - so schick, so köstlich, so zart. Man bemerkt kaum, dass man etwas davon gegessen hat. Hierbei handelt es sich eine Feststellung, die meine Hüften gerade vehement bestreiten.
Einen Tag vor Verzehr backen, ab in die Plastikdose und in den Kühlschrank, vor dem Verzehr Zimmertemperatur annehmen lassen, dann genießen. So einfach ist es, sich ganz exklusiv zu fühlen. Ich finde, die Schnittchen passten zum ganzen Abend, an dessen Ende keines mehr gesichtet wurde - exklusiv verdampft wahrscheinlich.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Belvedere-Schnitten (M) |
| Kategorien: | Blechkuchen, Nüsse, Schokolade, Heinemann |
| Menge: | 35 Schnitten, Blech 30x33 cm |
| H | FÜR DEN TEIG | ||
| Butter und Mehl für das Blech | |||
| 100 | Gramm | Butter, weich | |
| 50 | Gramm | Puderzucker | |
| 3 | Eier | ||
| 100 | Gramm | Kuvertüre, dunkel | |
| 50 | Gramm | Zucker | |
| 1 | Essl. | Vanillezucker | |
| 1 | Prise | Salz | |
| 80 | Gramm | Mehl | |
| 70 | Gramm | Walnüsse, fein gehackt | |
| H | FÜR DIE RUMGLASUR | ||
| 150 | Gramm | Puderzucker | |
| 50 | ml | Rum | |
| Rezept modifiziert. | |
| Original: Heinz-Richard Heinemann "Gebäckträume" | |
| ISBN 9783517085722 |
| Erfasst *RK* 26.06.2011 von | |
| Jutta Hanke |
Manzfred auf 180° C vorheizen. Kuvertüre im Miele bei 40° C temperieren. Ein kleines Backblech (Miele Dampfgarer-Blech, ca. 30x33 cm, verwendet) mit Butter ausfetten und mit Mehl bestäuben.
Für den Teig die Butter mit dem Puderzucker schaumig rühren. Die Eier trennen. Die Eigelb nach und nach unterrühren. Kuvertüre unter langsamem Rühren einfließen lassen.
Die Eiweiß mit Zucker, Vanillezucker und Salz zu steifem Schnee schlagen.
Das gesiebte Mehl mit den Nüssen mischen. Den Eischnee unter den Butterteig heben, dann das Nuss-Mehl-Gemisch vorsichtig unterheben. Die Masse gleichmäßig auf das Backblech streichen und 15 Minuten backen. Ofen ausschalten und das Blech noch 5 Minuten dort belassen. Keinesfalls zu lange im Ofen lassen, dann wird das Gebäck zu trocken.
Für die Glasur den Puderzucker mit dem Rum glatt verrühren. Die Glasur auf das noch heiße Gebäck pinseln. Wenn sich die Glasur zu trüben beginnt, die Masse mit einem scharfen Messer in 4x4 Zentimeter große Stücke schneiden.
Anmerkungen, Jutta:
Die Menge für den Guss erscheint sehr reichlich bemessen. Man kann ihn aber komplett verwenden.
Walnüsse können durch Mandeln ersetzt werden. Dann statt des Rums Amaretto verwenden.
=====
Sollen wir noch mal? Einmal noch? Na gut. "Belvedere!"
12:18 Uhr in Dies und Das, Kuchen, Rezepte von A - Z | Permalink | Kommentare (12) | TrackBack (0)
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Wenn ich privat zu einer Feier in eine Wohnstatt eingeladen bin, kenne ich die Gastgeber persönlich. Normalerweise, im echten Leben zumindest. Alles andere ist schon seltsam, oder? Bei Foodbloggern ist das irgendwie anders. So trug es sich also zu, dass mir eine Einladung von Arthurs Tochter zu einer Party ins Haus flatterte, die ich einerseits als absolut überraschend empfand, andererseits aber auch als aufregend-zwiespältig.
Arthurs Tochter schreibt facettenreich-spannende, emotionale Geschichten, kocht hochkarätige Gerichte und trinkt dazu Wein in einer Qualität, die mir weder geläufig ist, noch habe ich jemals, vermute ich zumindest, so ein Tröpfchen getrunken. Ich kann Kölsch von Altbier und Pils unterscheiden und ich bin in der Lage festzustellen, dass mir Weißbier nicht schmeckt. Der Riesling und seine Kumpanen sind trinkbare Alternativen zum Gerstensaft, meine Ahnung zu dem Thema bewegt sich aber gegen Null und wenn Wein, dann eher einen Roten - schließlich haben wir mal an der Ahr gelebt.
Und da sollte ich hin gehen? In diese exklusive Gesellschaft eintreten? Huch, mir wurde blümerant. Aber ich fühlte mich auch gebauchpinselt. Irgendwie elitär. Mulmigkeit stellte sich ein bei dem Gedanken, dass ich nur eine Person, nämlich die seute Deern aus Hamburch, persönlich kannte. Mit einem Teil der Eingeladenen war ich über Facebook verbandelt oder über das Foodblogging bekannt, andere Teilnehmer kannte ich überhaupt nicht. Alles vollkommen Fremde im Prinzip. Und gleich so viele, so 30 ungefähr.
Ich zimmerte mir ein Gerüst aus Entscheidungsargumenten PRO Küchenparty zurecht:
1. Ich bin neugierig.
2. Ich wurde schon zum zweiten Mal eingeladen. Bei ersten Mal habe ich abgesagt.
3. Ich würde Arthurs Tochter zu gerne mal live erleben. Wie mag die wohl so sein?
4. Kaoskoch / Hamburg kocht! kommt auch - die kenne ich.
5. Die Foodblogger würde ich auch zu gerne mal live erleben.
6. Utecht in echt, der Mann, der mir das Heimweh nach dem Niederrhein immer wieder auf die Backe schmiert, der Wörter wie "Muurejubbel" schreibt, der, dessen Beiträge ich manchmal meinem Mann vorlese und wir dann so gute Laune bekommen, den täte ich auch zu gerne mal in Wirklichkeit sehen. Die Texte sind so... hach!
7. Ich bin schon groß, na, sagen wir lieber, erwachsen. Wenn es mir bzw. uns (denn der liebe Norbert ging auch mit) nicht gefällt, dann gehen wir halt wieder.
8. Die Gegend ist auch schön.
9. So ein Wochenende außerhalb kann nicht schaden.
10. Nata will sich um das Geschenk kümmern.
11. Ich hab' auf einmal tierisch Bock auf die Party - geh'n wir einfach hin.
Wir gingen hin, Leute, es war eine Sause, ich bin immer noch hin und weg. Ich habe keine einzige Speise fotografiert. Wer Bilder vom Essen sehen möchte, wende sich bitte vertrauensvoll an Heike.Essen von Au - die Frau macht Fotos zum Niederknien. Na ja, wenn das Motiv stimmt. Wenn es nicht stimmt, dann verliert man auch schon mal die Besinnung...
Herzlichen Dank an Heike von Au für die Überlassung des Fotos
Und ich habe sogar ein Autogramm von ihr bekommen, sie war nämlich in der "Lust auf Genuss" mit einem Rezept vertreten - eine ganze Seite hat sie dort eingenommen, weil sie gemeinsam mit ihrer Freundin einen Kochwettbewerb gewonnen hat. Kracher, oder?
ALLE Menschen bei Astrid und ihrem Mann und der entzückenden Tochter waren so lieb, so herzlich, so interessiert, so genießerisch, dass es eine einzige Freude war, teilnehmen zu dürfen.
Manche Blogger hatte ich mir ge-nau so vorgestellt, andere ge-nau so nicht. Überraschung! Das für die Augen unsichtbare Wesentliche war aber bei allen ge-nau so, wie ich dachte. Super eben! Übrigens haben nette Blogger und Nicht-Blogger auch nette Partner. Gut, oder?
Das Essen war wunderbar - ich habe tatsächlich Tomaten verzehrt und das mit Lust und einem Eindruck, der so nachhaltig war, dass ich gleich der Nachbarin versprochen habe, diese Tomaten zu ihrem Geburtstag herzustellen. Schwedisches Möbelhaus, ich komme! Alle Speisen haben mir wunderbar geschmeckt, alles würde auch ich meinen Gästen vorsetzen, alles habe ich probiert.
Die Getränkeauswahl war faszinierend, der Zettel mit den Bestellungen liegt schon bereit, das Lenchen, präsentiert von Désirée Eser, der rührigen Winzerin und der Sekt vom Weingut Hemmes haben mir am besten gefallen.
Aber ich habe auch alkoholfreies Bier zwischendurch getrunken und Niemand hat mich vom Balkon geschmissen.
Im Laufe des Abend wurden Urlaubspläne geschmiedet, ein Spätzle essender Krimi-Kommissar und dessen Schöpfer durchgehechelt, die Suche nach Schätzen diskutiert, Schnapsfläschchen als Präsente liebend gerne angenommen, überreicht von einer Missionarin des guten Geschmacks. Zudem wurde der Kaiserschmarren einstimmig als unabdingbare Zutat zur Sicherstellung glücklichen Daseins erkoren. Wie mir zu Ohren kam, rang am folgenden Mittag im Hahnenhof in Mainz ein knuspriges Backhendl mit der Mehlspeise um die ungeteilte Vorherrschaft. Ich weiß nicht, wer gewonnen hat, ich weiß nur, dass Beide gemeinsam eine am Abend anwesende Nicht-Bloggerin erlegt haben.
Überall konnte man ein Pläuschchen halten, auf den Balkonen, auf der Couch, in der Küche. Wir haben gelacht, unglaublich viele liebe und interessante Menschen getroffen, die zum Teil lange Strecken zurück gelegt haben, um an diesem Ereignis teilnehmen zu können. Wir haben Lebensgeschichten und Lebensentwürfen gelauscht, Musik gehört, Leidenschaft, Herzlichkeit, Offenheit, Unverstelltheit und Gastfreundschaft erfahren.
Warum es am Rhein so schön ist? Darum:
Astrid, ich danke dir und deiner Familie für die Stunden, die wir nicht ver-, sonder erleben durften. Es war wunder-, wunderschön!
20:41 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (37) | TrackBack (0)
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Juliane vom Blog "Schöner Tag noch" betreut den ersten Event des Jahres in zorras dauerhaft brodelndem Kochtopf.
Sie fragte uns, ob wir gute Vorsätze für das Neue Jahr haben. Was für eine Frage, aber sicher doch!!!
Ich habe total tolle Vorsätze, die allerdings nicht neu sind und immer wieder hervorgekramt werden. Vor circa 15 Lenzen, vielleicht sind es auch schon 20 Jahre her, da hatte eine Bekannte so einen Vorsatz. Während sie damals Salat herstellte, dachte ich mir, dass so ein Vorsatz auch etwas für mich sei. Wenn man ihn einmal hat und auch nutzt, dann lebt man doch gleich viel gesünder und bequemer.
Im Laufe der Jahre sind andere gute Vorsätze hinzugekommen. Ich habe noch niemals bereut, mich mit ihnen angefreundet zu haben und sie haben mir auf meinem Lebensweg sehr oft geholfen. Mein Dasein wäre wohl sehr anstrengend verlaufen, wenn ich diese Vorsätze nicht gehabt hätte.
Sie sind mit mir gealtert, aber wie ich sind sie immer noch ganz passabel anzu.... also, sie sind immer noch up-to-date. Wahrscheinlich wird sich an meinen Vorsätzen nicht viel ändern, ich werde an ihnen festhalten. Hoffentlich werden sie auch in den nächsten Jahre meine Begleiter sein.
Welches denn der wichtigste Vorsatz ist, wollt ihr wissen? Das ist der, den ich in der Weihnachtszeit immer sehr intensiv nutze:
Dieser gute Vorsatz raspelt fein:
Der tolle Vorsatz raspelt grob:
Der prima Vorsatz macht Scheiben:
Der herrliche Vorsatz mahlt Mehl:
Dieser hilfreiche Vorsatz presst Obst:
Der letzte gute Vorsatz kann Fleisch und viele andere Sachen zerkleinern:
Ganz schön viele gute Vorsätze. Aber davon kann man doch nie zuviele haben.
Übrigens haben auch andere Blogger tolle Vorsätze: Robert, zorra, Peppinella, Houdini, Chaosqueen und viele, viele andere...
Öhm, beim Schreiben fällt mir gerade auf, dass ja auch ganz andere Vorsätze gemeint sein könnten. Ach soooooo - nee, die habe ich nicht. Habe ich mir fest für 2011 vorgenommen: "Nicht vergessen: Für's Neue Jahr nichts vornehmen!"
00:05 Uhr in Blogevents, Dies und Das | Permalink | Kommentare (22) | TrackBack (0)
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Mittlerweile habe ich ab und an einen Blackout, wenn es um die von mir veröffentlichten Rezepte geht. Manchmal befürchte ich, dass ich ein Rezept, das ich bereits übermittelt habe, nochmals posten könnte.
Zudem hat meine Schwester Susanne schon vor Monaten, wenn nicht Jahren, nachgefragt, ob es eigentlich eine alphabetische Aufstellung der Rezepte gibt. Bisher gab es die nicht, ich hatte keine Lust, den ganzen Wust nochmals hervorzuholen. Aber es werden immer mehr, es wird immer undurchschaubarer und je länger ich warte, desto mehr...
Ich habe da mal was vorbereitet:
Oben in der Navigationsleiste findet ihr den Dauerlink.
10:00 Uhr in Aktuelles, Dies und Das | Permalink | Kommentare (31) | TrackBack (0)
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Kälte? Eis? Chaos? Flocken? Glätte? Düsternis? Einsamkeit? Zittern? Bibbern? Powercouching? Pullis? Strumpfhosen? Kratzen? Schliddern? Mützen? Handschuhe? Langeweile? Depression?
Sonne - Bläue - Milde - Wärme - Blüten - Früchte - Spaziergänge - Grün - Duft - Cafés - Gras - Zwitschern - Ausflüge - Sandalen - Meer - Terrasse - Cocktails - Grillen - Bienen - Liegestühle - Flanieren - Parkbänke - Garten - Wandern - Schwimmen - Hochstimmung
Oh, Entschuldigung, ich habe mich vertan.
22:28 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (17) | TrackBack (0)
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Liebe Leserinnen und Leser,
ich danke euch für all' die lieben Weihnachtsgrüße, die ihr in den letzten Tagen so zahlreich übermittelt habt - die Freude darüber hält an.
Der Heiligabend ist Geschichte, die Weihnachstage liegen vor euch. Hoffentlich hat das Christkind den Weg zu euch durch Eis und Schnee geschafft und ihr seid wohlbehalten und munter.
Ich wünsche euch von Herzen eine wunderschöne Zeit im Kreise eurer Lieben.
07:49 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (10) | TrackBack (0)
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Guten Tag, liebe Leser, ihr treuen Gesellen. Wie ihr sicher schon bemerkt habt (Loriot würde jetzt sagen: "Ach!"), herrschte seit geraumer Zeit Ebbe im Hochzeitstorten- land. Ich entschuldige mich hiermit ausdrücklich - auch im Namen meiner Eltern - für etwaige Pein, die ich bereitet habe und sach mal so: Ich kann das erklären. Wie wär's damit?
Das sind Mitbringsel aus unserem Frankreich-Urlaub in der Drôme. Des weiteren: Backformen, Keramik, Gläser, Wein, Käse, Salami,
violetter Knoblauch, Mehl, viel mehr Oliven, Trauben und - man glaubt es kaum - 4 Pakete Bratwurst, die so schrecklich lecker war, dass wir nicht widerstehen konnten - sowas wie Bratwurst ist hier ja nirgends zu bekommen, oder? Und einen Hund.
Zwei Wochen verbrachten wir bei Micha und Fried, die an der Schwelle zur Provence drei Ferienwohnungen vermieten und eines ist jetzt schon Fakt: beim nächsten Mal reisen wir mit Anhänger und neuem Auto an. Hin ist kein Problem. Da hatten wir quasi (na ja - sieht man mal ab von einer Kiste voller Kochbücher, dem Kaffeevollautoma- ten, Strickzeug..... 10 Minuten später.... ) also quasi nur die Oma Buchholtz Torte mit.
Aber ein Kombi ist eindeutig zu klein für die ganzen guten Dinge, die mit nach Deutschland wollen und unser 11 Jahre alter Toyota schnaufte ganz schön in den Serpentinen. Zurück, im Regen, schwamm er bei Tempo 130 derart, dass ich sehr vorsichtig und deutlich langsamer (128 km/h) fahren musste.
Micha dürfte einigen Lesern als fleißige Brotbäckerin bekannt sein, die sich in diversen Backforen einen Namen gemacht hat. Übrigens ist sie jetzt auch vom Blogvirus befallen, was aber nichts mit unserem Aufenthalt dort zu tun hat oder mit dem Urlaub von Chaosqueen und ketex, die lustigerweise vor uns ebenfalls dort zu Besuch waren. Übrigens auch ein Eichhörnchen, das morgens ab und an gesichtet wurde.
Jedenfalls hat Micha von Steph das Angebot erhalten, sonntags den Kleinen Kuriositätenladen unsicher zu machen. Morgen ist es erstmals soweit, wenn ihr genug gebetet habt, dann schaut doch einfach DORT mal rein. Natürlich nicht nur sonntags, versteht sich.
Wo war ich? Der Urlaub. Also, es war einfach ein Traum, der morgens nach dem Aufwachen noch andauerte, wenn man mit einem Kaffee - im Morgenrock - auf der Terrasse saß und dem Sonnenaufgang zuschaute.
Ich kann euch verraten, dass ich jetzt auch weiß, wo die Regenbögen gemacht werden. Unterhalb unserer Veranda gab es nämlich eine Fabrik, die fleißig zu Gange war während unseres Aufenthalts:
Es war ein sehr erholsamer Urlaub. Kein Fernseher, kein Radio, kein Internet, keine Zeitung, absolute Stille und der nächste Laden war nur mit dem Auto zu erreichen. Und steile Straßen gab es da...
Immerhin haben wir es geschafft, das ein oder andere Leckerchen an Land zu ziehen - was nach der Bewältigung obiger Pflaster ja auch unbedingt angeraten ist, will man nicht durchscheinend wie Papier und abgemagert nach Hause fahren:
Baisers, die wie große Picodons aussahen (wobei mir das Gebäck deutlich besser geschmeckt hat als das Original):
Verschiedene Backwaren, vor allem das Nussbrot hervorragend gelungen:
Sehr mächtige Schokotörtchen:
Monsieur Cochet hatte zum Glück Mittagspause, als wir ihn besuchten. So konnte ich den Abdruck meiner Nasenspitze (was macht eigentlich Peppinella?) auf die Scheiben drücken, geriet aber nicht in Versuchung, den ganzen Laden leerzukaufen. Jedenfalls sah die Auslage so aus, als wäre das problemlos möglich. Also, jetzt nicht pekuniär betrachtet, sondern eher aus einem Urtrieb heraus. Sein Emblem (das von Herrn Cochet, nicht vom Urtrieb), das ihn als einen Meister der Konditorenkunst ausweist, bescheiden in der Nebengasse am Geschäftshaus angebracht, habe ich ehrfürchtig gebannt:
Wir sind viel gewandert, haben aber auch Zeit gehabt, ein Buch zu lesen, zu stricken (also ich) und unserem Hobby, dem Geocaching nachzugehen. So haben wir es geschafft, in den 14 Tagen die Umgebung unseres Urlaubsortes im Umkreis von 10 km leerzucachen.
Sage und schreibe VIER!!! Funde waren dafür nötig - drei haben wir noch weiter weg gesucht und sind mit einer Ausbeute von sieben Schätzen wieder nach Hause gefahren. Zum Vergleich, im Umkreis von 10 km rund um Wöllstadt, meinem Wohnort, sind 100 Caches versteckt. Ein FTF war sogar dabei, in gestochen scharfer Handschrift dokumentiert, juhu!!!
Ihr könnt euch jetzt vielleicht vorstellen, wie ruhig und einsam es dort war. Bei Langeweile habe ich mich als Hilfsimkerin versucht,
eine einmalige Angelegenheit, die in dem Moment vorbei war, als es ernst wurde und ich dieses Schild sah:
Die Märkte waren wunderschön, allerdings war ich nicht so versessen darauf, stundenlang durch die Gegend zu kutschieren, um sie zu erreichen. Da sind wir lieber gelaufen. Aber das Flair auf den Plätzen ist schon anders als hier:
Nicht nur die Franzosen waren überaus freundlich und zuvorkommend, auch unsere Gastgeber waren sehr lieb. Sie haben uns verwöhnt mit Blumen, Feigen, Konfitüre, Tartes, Büchern, tollen Desserts (Beerentarte, Lavendeleis, Erdbeereis) beim Grillnachmittag
Brot, Tipps, Gesprächen - nicht nur über's Bloggen - und wir Stadtkinder mit Wohnsitz im Hinterland wurden konfrontiert mit einer anderen Art zu leben, die wir in überschaubarem, zeitlichem Rahmen schätzen lernten, die dauerhaft jedoch nicht in Frage käme. Ist schon sehr einsam dort oben. Und überwältigend schön.
Mit der Wahl unseres Reiseortes haben wir einen jedenfalls Glücksgriff getan, da haben nicht nur wir Schwein gehabt!
Ach so, der Hund. Unterwegs auf unseren Tippeltouren sahen wir ab und an solche Schilder:
Wir fragten uns, wie diese Hunde wohl aussehen und ob sie wirklich so vernünftig sind, uns nicht mit einem Wolf oder Luchs zu verwechseln. Die Hütehunde bekamen wir nicht zu sehen. Wohl aber Gaston.
Ich habe mich sofort in das Knuddelviech verliebt, wollte ihn unbedingt haben und die Besitzerin (die Imkerin von der "Miellerie des Chardons Bleus") war so nett, ihn mir gegen eine kleine Geldzahlung zu überlassen. Schließlich hatte sie bis dahin ja auch Arbeit mit ihm gehabt.
Das Tier ist absolut ruhig, sehr genügsam und hat auch im Wagen auf der langen Fahrt keinerlei Probleme verursacht. Was mich an dem Hund besonders faszinierte, war neben dem Namen dessen frappierende Ähnlichkeit mit Miss Marple. Ich musste ihn einfach mitnehmen.
Voilá, Gaston:
18:32 Uhr in Dies und Das, Reisen | Permalink | Kommentare (36) | TrackBack (0)
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Wir sind nun schon geraume Zeit nach unserem Urlaub in der Steiermark wieder in heimische Gefilde zurückgekehrt.
Allerdings werfen derart große Ereignisse ihre Schatten voraus, dass es mir unmöglich erscheint, zu einem geregelten Bloggerleben zurückzukehren. Natürlich nur vorübergehend und es ist auch überhaupt nix Schlimmes.
Nach dem 28.08. geht es hier geschmeidig weiter. Bis dahin (und dabei hatte Schnuppschnüss gestern Geburtstag - drei Jahre Bloggeritis, unglaublich) euch allen die herzlichsten Grüße und ein Bildchen vom Urlaub:
23:37 Uhr in Dies und Das | Permalink | Kommentare (37) | TrackBack (0)
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Sollte sich Jemand nach dem Lesen der Titelzeile fragen, was das eigentlich mit "Hup Holland Hup" auf sich hat, der darf sich den Text dieses wunderbaren Liedes einmal aus der Nähe ansehen:
Hup Holland hup
Laat de leeuw niet in zijn hempie staan
Hup Holland hup
Trek het beestje geen pantoffels aan
Hup Holland hup
Laat je uit het veld niet slaan
Als ons Oranje-team zich meet met 't een of ander land
dan vult het legioen het stadion tot aan de rand
Dan wegen wij de kansen af en gokken met elkaar
en geven wijs of eigen wijs ons voetbalcommentaar
Zo wachten wij gespannen af tot dat de fluiter fluit
en rolt de bal, dan zingen wij met donderend geluid
refr.:
Hup Holland hup
Laat de leeuw niet in z'n hempie staan
Hup Holland hup
Trek het beestje geen pantoffels aan
Hup Holland hup
Laat je uit 't veld niet slaan
Want de leeuw op voetbalschoenen
Durft de hele wereld aan
Maar niet alleen bij voetbal klinkt 't oude "holland hup"
Bij elke sport zingt iedereen dit liedje voor zijn club
Geestdriftig voor prestaties van 't allerhoogst niveau
zegt Wim tot Piet:: "we zitten goed, het gaat vandaag weer zo"
Als Holland weer voorop gaat en de tegenstander sneeft
Dan zingt weer Jan Publiek zolang hij lucht en adem heeft
refr.
Maar hebben wij de nederlaag kordaat geincasseerd
dan is er wel een vader die zijn zoon dit liedje leert
Want strakjes gaan wij allen weer van nieuwe moed bezield
en zingen wij weer net zo lang totdat de vijand knielt
Want goed beschouwd is zingen op zichzelf een mooie sport
Komaan, wij doen 't nog een keer en niemand komt te kort
refr....
Zuhören ist natürlich auch möglich:
Vor zwei Jahren gab es eine Europameisterschaft im Fußball. Im Endspiel standen Spanien und Deutschland. Das Spiel endete 1:0. Für Spanien.
Spanien ist ein sehr schönes Land. Im Frühjahr waren wir in Andalusien und haben unsere bis dahin latent vorhandene Abneigung gegen Urlaubsreisen in dieses Land vollkommen abgelegt.
Spanier sind nette Leute. Wir sind sehr gut bewirtet worden, haben interessante Menschen getroffen und uns sehr wohl gefühlt.
In diesem Jahr gab es eine Weltmeisterschaft. Im Halbfinale standen Spanien und Deutschland. Das Spiel endete 1:0. Für Spanien.
Ich muss zugeben, die Spanier waren einfach besser, haben fair gespielt und bei dem Sieg hat kein unfähiger Schiedsrichter gepfiffen. Trotzdem, auch wenn das deutsche Team doch noch Dritter geworden ist, gewinnen sollen die Spanier heute nicht.
Denn heute ist Endspiel
Gegen Holland
Beide Teams haben noch nie einen Weltmeistertitel geholt. Deshalb gewinnt auf jeden Fall eine Mannschaft, die es endlich einmal verdient hat.
Nämlich Holland
Ich sitze hier, trage eine orange-karierte Bluse (Orange steht mir nicht), singe holländische Lieder (ja gut, Jacques Brel, der ja eigentlich Belgier war - aber ich kenne keine holländischen Weisen), lese google auf holländisch und hoffe sehr, dass der doofe Paul daneben liegt. Der hat nämlich für den heutigen Tag einen Sieg der Spanier vorausgesagt. Hmpf.
Nun, ich gratuliere herzlich beiden Mannschaften, dass sie es soweit gebracht haben. Im Endspiel zu sein, ist eine reife Leistung. Holland benötigt keine weitere Unterstützung, die werden ja gewinnen heute.
Für die glücklosen Spanier, die aber immerhin verdient Zweiter der Weltmeisterschaft werden, habe ich ein schönes Brot gebacken. Als Wegzehrung für die Heimfahrt.
Das Brot ist so saftig, dass es nicht nötig ist, es mit bitteren Tränen zu benetzen. Die Augen bleiben also trocken, denn ein zweiter Platz ist doch auch schön, oder?
Bei der Herstellung des Pan de Cebada, was übersetzt "Gerstenbrot" heißt, wird zunächst ein Maisbrei gekocht, der mit Gerstenmehl,
Salz und Weizenvollkornmehl sowie Frischhefe zu einem recht weichen Teig vermengt wird. 60 g Frischhefe fand ich happig, aber im Nachhinein war die Menge in Ordnung.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Pan de cebada - Gerstenbrot (M-TM) |
| Kategorien: | Brot, Weizen, Gerste, Mais, Hefe |
| Menge: | 1 Brot |
| 200 | Gramm | Maismehl, fein | |
| 875 | Gramm | Wasser | |
| 130 | Gramm | Gerste, geschält (benötigt werden 125 g Mehl) | |
| 675 | Gramm | Weizenvollkornmehl | |
| 60 | Gramm | Hefe, frisch | |
| 2 | Essl. | Wasser | |
| 20 | Gramm | Salz |
| Rezept modifiziert. | |
| Original: "Brot und pikantes Gebäck" | |
| Die 100 besten Rezepte aus aller Welt. | |
| Ausgewählt von Christian Teubner |
| Erfasst *RK* 09.07.2010 von | |
| Jutta Hanke |
Das Maismehl mit dem Wasser unter Rühren aufkochen und handwarm abkühlen lassen.
Gerste in den Thermomix geben und 45 Sek / Stufe 10 zu Mehl verarbeiten. 125 g Gerstenmehl mit dem Weizenmehl in der Rührschüssel der Küchenmaschine mischen.
Die Hefe in 2 Esslöffel Wasser auflösen, Salz zufügen und stehen lassen.
Den Maisbrei und das Hefegemisch zum Mehl geben und 10 Minuten, Stufe 2, in der Kenwood zu einem recht weichen Teig verarbeiten.
Zugedeckt 30 Minuten gehen lassen, einmal stretch & fold, dann nochmals 30 Minuten gehen lassen.
Manzfred auf 230° C vorheizen.
Den Teig auf bemehlter Fläche flach drücken, erst rund und dann lang wirken, in eine gefettete und bemehlte Kastenform (35 cm) setzen und 30 Minuten aufgehen lassen.
Das Brot zunächst bei 230° C etwa 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200° C herunterschalten und in 30 - 40 Minuten fertigbacken.
=====
Das Brot ist ziemlich flach ausgefallen, ich würde beim nochmaligen Backen eine kleinere Form verwenden. Die jetzt benutzte war 35 cm lang, 5 cm weniger reichen auch. Obwohl der Teig sehr gut in der Rührschüssel aufgegangen ist, war er in der Backform eher faul.
Trotzdem ist ein schönes, herzhaftes Brot entstanden, das durch das Maismehl eine interessante Note bekommt. Ob das Brot nach Gerste schmeckt, kann ich nicht sagen. Mir fällt nur das Maisaroma auf.
Im Buch wird empfohlen, das Gerstenbrot mit gegrillten Sardinen zu verspeisen. Leider hatten wir keine Sardinen, aber ich kann mir sehr gut vorstellen, dass diese Fischlein hervorragend dazu passen. Überhaupt ist das Brot wahrscheinlich gut geeignet, Grillpartys zu begleiten. Und Spanier, die nach dem Endspiel als zweiter Sieger nach Hause fahren. Aber das hatten wir ja schon.
Dieser Eintrag ist auch ein Beitrag zu foodfreaks Dauerevent "DKduW - Dein Kochbuch, das unbekannte Wesen".
Ich weiß nicht, ob ich jemals etwas aus dem Buch "Brot und pikantes Gebäck - Die 100 besten Rezepte aus aller Welt" gebacken habe, jedenfalls kam mir alles an Inhalt sehr unbekannt vor. Wenn alle Rezepte so prima gelingen, bin ich zufrieden. Ich habe mir jedenfalls vorgenommen, bald wieder etwas daraus zu backen, es sind viele interessante Anregungen, Geschichtchen und Bilder enthalten.
Und zum Abschluss noch das Originalrezept (ich würde es in der Form backen, da der Teig sehr weich ist):
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Pan de cebada (Gerstenbrot) |
| Kategorien: | Brot, Weizen, Gerste, Mais, Hefe |
| Menge: | 2 Brote |
| 200 | Gramm | Maismehl, fein | |
| 875 | Gramm | Wasser | |
| 125 | Gramm | Gerstenmehl | |
| 675 | Gramm | Weizenvollkornmehl | |
| 60 | Gramm | Hefe, frisch | |
| 4 | Essl. | Wasser, lauwarm | |
| 4 | Teel. | Salz | |
| Öl für die Formen oder das Blech |
| "Brot und pikantes Gebäck" | |
| Die 100 besten Rezepte aus aller Welt. | |
| Ausgewählt von Christian Teubner |
| Erfasst *RK* 09.07.2010 von | |
| Jutta Hanke |
Das Maismehl mit dem Wasser unter Rühren aufkochen und handwarm abkühlen lassen. Gersten- und Weizenmehl in einer Schüssel mischen. Die Hefe in 4 Esslöffel lauwarmem Wasser auflösen und mit dem Salz unter das Mehl rühren. Den Maisbrei unterkneten, am besten geht das mit einer Küchenmaschine. Den Teig zur Kugel formen udn zugedeckt 30
- 45 Minuten gehen lassen.
Den Teig durchkneten und halbieren. In die gefetteten Kastenformen oder in die Brotformkörbchen legen und erneut 30 - 40 Minuten gehen lassen. Die Brote aus den Körbchen auf ein gefettetes Backblech stürzen.
Die Brote zunächst bei 230° C im vorgeheizten Backofen etwa 10 Minuten backen, dann die Temperatur auf 200° C herunterschalten und die Laibe in 30 - 40 Minuten fertigbacken.
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Und jetzt heißt es: Daumen drücken für Hollaaaaaaaaand
!!!! HUP HOLLAND HUP !!!!
Nachtrag: Spanien spielte also gegen Holland. Ihr ahnt es vielleicht schon, das Ergebnis lautete 1:0. Für Spanien. Davon abgesehen, dass Paul schon wieder richtig getippt hat (unheimlich!), ist den Spaniern der Sieg zu gönnen. Sie haben fairer, besser und leidenschaftlicher gespielt.
Congratulation!
PS: dann essen wir das Brot halt selber. Ätsch!
19:42 Uhr in Blogevents, Brot, Dies und Das, Thermomix | Permalink | Kommentare (8) | TrackBack (0)
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Ich bin Fußballfan. Vor allem die Mönchengladbacher Fohlen vom ehemaligen Bökelberg sind meine Lieblinge, aber wenn Deutschland spielt, halte ich auch hier die Daumen. Jeden Samstag stehe ich nachmittags im Keller, bügele Wäsche und höre mit die Spiele im Radio an.
Die WM verlangt mir zurzeit alles ab. Nicht nur, dass ich in der Anfangsphase des Wettbewerbs täglich 4,5 Stunden (reine Spielzeit ohne Verlängerung) TV geschaut habe und jetzt nachmittags ein großes, leeres Loch in meinem Tagesablauf klafft, je länger das Turnier dauert und je weiter die Deutschen kommen, desto nervöser werde ich.
Das gipfelt dann in hektischer Aktivität, um die Zeit bis zum nächsten Spiel "meiner" Mannschaft zu füllen. Heute, nachdem ich diverse, getrocknete Gartenkräuter verstaut hatte,
schon um 6.30 Uhr im Keller stand, um zwei Stunden zu bügeln, ein Biskuitboden gebacken und ein Brotteig vorbereitet war, fuhren Norbert und ich also auf's Erdbeerfeld und pflückten 8 Kilo Früchte (vorgestern waren es auch schon mal drei Kilo).
Zum Warmlaufen wurden also die wunderbar schmeckenden, tiefroten Köstlichkeiten verarbeitet. Ein Teil wurde eingefroren,
ein Teil sofort verspeist, ein Teil fand in Begleitung von Vanilleeis, Eierlikör und Krokant den Weg ins Nirwana und der Rest durfte besagten Biskuitboden zieren. Wobei sich mir die Frage stellte, wie man eine maximal mögliche Menge an Erdbeeren auf einen dünnen Boden bekommt. Ich habe das herausgefunden: Erdbeeren in Scheiben schneiden.
Zum Anpfiff um 16.00 Uhr gab es hier also kein Bier (das gibt es heute Abend, mit Kotelett, Kartoffeln und Gemüse, wie sich das für so einen typisch deutschen Feiertag gehört), sondern Torte, mit einem Hauch Vanillesahne garniert, nicht die schlechteste Alternative.Und das Schärfste: Deutschland hat GEWONNEN!!!!!!!! Schade, dass den Engländern ein Tor nicht zugebilligt wurde, aber ansonsten haben "meine" Jungs hervorragend gespielt. Sehr erstaunlich, wirklich toll. Ich muss gestehen, ein Fiasko hätte mich weniger überrascht. Och, das tut mir aber leid, für einen Schottland-Fan wie mich ist dieses Ergebnis doppelt schön, hihihi! Nicht nur wir sprangen hier im Dreieck, auch die Tierwelt scheint außer Rand und Band:
GIMME FIVE!
19:24 Uhr in Dies und Das, Kuchen, Obst | Permalink | Kommentare (30) | TrackBack (0)
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