Seit vier Jahren, man glaubt es kaum, bin ich nun schon Teil eines Dreamteams, den lieben Lesern bekannt als dem Manzfred seine Schnuppschnüss. Seit vier Jahren steht der gute Manzfred brav in unserer Küche und heizt ein, dass es eine wahre Freude ist. Ohne den Ofen wäre mein Backwahn nur halb so schön und ich kann mir nicht vorstellen, ohne ihn zu sein - den Ofen... na ja, auch den Backwahn. Der Kauf war wirklich eine gute Entscheidung, die ich nicht bereut habe. Außer ganz am Anfang, als wir uns noch aneinander gewöhnen mussten und ich mir eine Brandblase nach der anderen eingefangen habe. Aber das war ja schnell vorüber, ich habe mich ganz dem Charme des Ofens ergeben und seitdem arbeiten wir geschmeidig zusammen, der Manzfred und ich.
Neben dem Kauf des Backofens hat sich natürlich auch auf Nebenschauplätzen viel entwickelt. Ich habe tolle Rezepte gefunden, Unmengen an Kochbüchern und -zeitschriften gekauft, viele neue Gerichte ausprobiert (und noch viele viele viele mehr auf die unendlich lange Nachmachliste gesetzt), aber vor allem habe ich eine Menge interessanter Menschen kennen gelernt. Virtuell zunächst, immer öfter aber auch real. Mag sein, dass ich zur Friede-Freude-Eierkuchen-Fraktion gehöre, aber ich freue mich, dass die Foodblogger so herzerfrischend sympathische, umgängliche Zeitgenossen sind, mit denen man sich auf Anhieb versteht. Wenn ich die Gespräche der Treffen Revue passieren lasse, fällt mir auf, dass wir uns gar nicht so sehr über das Essen und Trinken ausgetauscht haben, sondern facettenreich und breit gestreut über die Dinge des Lebens sinnierten.
Durch das Bloggen bzw. den Austausch mit Kommentatoren oder das Lesen in anderen Blogs haben wir es bis nach Frankreich geschafft, um dort einen tollen Urlaub zu verbringen. Da ist Norbert dann in die Bresche gesprungen und mitgefahren, weil Manzfred partout Daheim bleiben wollte. Komischer Vogel!
Wir sind Teilnehmer an Bloggertreffen gewesen, haben ein wunderbares Hobby, das Geocaching, durch eine Foodbloggerin lieben gelernt und das ein oder andere Küchengerät wollte auch unbedingt in unser Heim einziehen. Ich kann in der Beziehung ziemlich schlecht nein sagen, zum Glück haben wir einen großen Keller.
Inspiration, Motivation (durch Andere) und Transpiration (durch mich) waren und sind meine ständigen Begleiter - aber auch Grenzen werden mir immer wieder aufgezeigt. Manche Koryphäen des Koch-, Back- und Schreibhandwerks sind schlicht unerreichbar und lassen mich, auf einer bodennahen Stufe des Treppchens zum Bloggerhimmel stehend, mit offenem Mund staunend hochschauen.
Manche Blogger und Leser sind gute Bekannte, ab und an sogar Freunde und Vertraute geworden, mit denen ich nicht nur die goldenen Seiten des Lebens teile.
Summasummarum: Ich danke euch! Kuchen?
Das tolle Rezept eines super-lockeren Rührkuchens mit Ovomaltine-Creme und Orangenabrieb stammt von Petra, der Bloggerin, deren Rezepte ich am häufigsten mopse. Die klappen immer, sind immer lecker und man fühlt sich immer so, als würde man bei Holzapfels am Tisch sitzen. Wenn das mal keine Gründe sind, mit dem Nachmachen zu beginnen...
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Ovo Cream-Orangen-Gugelhupf (M) |
| Kategorien: | Rührkuchen, Rodonform, Ovomaltine, Orangenschale |
| Menge: | 1 Bundform, groß |
Zutaten
| 375 | Gramm | Weizenmehl, Type 405 | |
| 13 1/2 | Gramm | Weinsteinbackpulver | |
| 5 | Eiweiß | ||
| 1 | Prise | Salz | |
| 400 | ml | Schlagsahne | |
| 30 | Gramm | Vanillezucker; selbst gemacht | |
| 250 | Gramm | Zucker | |
| 5 | Eigelb | ||
| 200 | Gramm | Ovomaltine Crunchy Cream | |
| 2 | Bio-Orangen: abgeriebene Schale | ||
| 35 | Gramm | Milch |
Quelle
| Modifikation des von Petra modifizierten Originals von | |
| Anke Gröner bzw. esskultur.at |
| Erfasst *RK* 16.12.2010 von | |
| Petra Holzapfel |
Zubereitung
Eine große Bundform buttern und mit Mehl ausstreuen.
Manzfred auf 160° C vorheizen.
Das Mehl mit dem Weinsteinbackpulver vermischen.
Die Eiweiße mit dem Salz steif schlagen.
Die Schlagsahne halbsteif schlagen, dann nach und nach den Zucker und Vanillezucker einrieseln lassen. Nun mit einem Schneebesen erst die Eigelbe, dann die Ovomaltinecreme und die Orangenschale unterrühren.
Jetzt mit dem Schneebesen im Wechsel behutsam Mehl, Eischnee und Milch unterheben.
Den Teig in die vorbereitete Form füllen und 1 Stunde backen (Stäbchenprobe). Herausnehmen und etwa 5 Minuten abkühlen lassen, dann den Kuchen auf einen Rost stürzen und komplett auskühlen lassen.
Mit Puderzucker bestäuben.
Dazu passt prima eine mit Cointreau parfümierte, nur leicht gesüßte Schlagsahne (200 ml Schlagsahne, 1 Tl Puderzucker, 2 El Cointreau).
Anmerkungen, Jutta:
Gebacken 08.08.2011 / sehr gut - leichter Orangengeschmack, sehr locker.
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Übrigens habe ich das Rezept gleich nach Veröffentlichung gelesen und dann wieder partiell vergessen. Als ich in einem Laden Ovomaltine sah (die ich noch nie zuvor gekostet hatte), habe ich gleich zugegriffen. Zuhause habe ich dann bemerkt, dass ich kein Pulver, sondern Creme für das Rezept benötigte. Diese wiederum war nicht so leicht zu ergattern, aber mittlerweile habe ich eine Bezugsquelle entdeckt. Zum Glück, der Kuchen ist wirklich klasse. Sahne im Teig statt Butter oder Margarine macht wirklich was her.






