Am letzten Freitag wanderten mein Mann und ich über die weitläufigen Obstwiesen unseres Anwesens. Aufmerksam schweifte unser fachmännischer Blick über die Bäume und Sträucher, verweilte jubilierend bei einem Sauerkirschbaum um schließlich festzustellen:
Die Kirschen waren reif
Nach einer erquickenden Diskussion (der Gärtner hatte frei) entschlossen wir uns, am kommenden Tage früh aufzustehen, ein leichtes, selbst bereitetes Breakfast zu uns zu nehmen (das Mädchen hatte frei), die Leiter aus den Gewölben unseres Cottages hervorzuholen (der Butler hatte frei) und persönlich, mit eigenen Händen und frohen Herzens, die Früchte der Arbeit unserer Angestellten zu ernten. Ja, es ist wahr. Wir wollten die Kirschen ernten. Alle. Vom Baum. Komplett.
Nun, liebe Leser, ich darf vermelden, dass uns dieses waghalsige und ein wenig übermütige Unternehmen vorzüglichst geglückt ist.
Ohne Zögern wurde die Leiter an den Stamm des Baumes gelehnt. Der Herr des Hauses machte sich mutig auf, um in schwindelerregenden Höhen die roten Früchte zu ernten. Nach getaner Tat wurden die Schätze ins Haus gebracht, wo sie von meiner Hand (die Köchin hatte frei) höchstpersönlich verarbeitet wurden.
Die überwältigende Ausbeute des Tages:
Die Metamorphose derselben:
Ich weiß, dass Staunen und Entzücken von Ihnen, lieber Leser, Besitz ergriffen hat. Doch rate ich zu Zurückhaltung. Ich möchte nicht zuviel preisgeben, deshalb nur dies:
Süßkirschen






