Ich bin Fußballfan. Vor allem die Mönchengladbacher Fohlen vom ehemaligen Bökelberg sind meine Lieblinge, aber wenn Deutschland spielt, halte ich auch hier die Daumen. Jeden Samstag stehe ich nachmittags im Keller, bügele Wäsche und höre mit die Spiele im Radio an.
Die WM verlangt mir zurzeit alles ab. Nicht nur, dass ich in der Anfangsphase des Wettbewerbs täglich 4,5 Stunden (reine Spielzeit ohne Verlängerung) TV geschaut habe und jetzt nachmittags ein großes, leeres Loch in meinem Tagesablauf klafft, je länger das Turnier dauert und je weiter die Deutschen kommen, desto nervöser werde ich.
Das gipfelt dann in hektischer Aktivität, um die Zeit bis zum nächsten Spiel "meiner" Mannschaft zu füllen. Heute, nachdem ich diverse, getrocknete Gartenkräuter verstaut hatte,
schon um 6.30 Uhr im Keller stand, um zwei Stunden zu bügeln, ein Biskuitboden gebacken und ein Brotteig vorbereitet war, fuhren Norbert und ich also auf's Erdbeerfeld und pflückten 8 Kilo Früchte (vorgestern waren es auch schon mal drei Kilo).
Zum Warmlaufen wurden also die wunderbar schmeckenden, tiefroten Köstlichkeiten verarbeitet. Ein Teil wurde eingefroren,
ein Teil sofort verspeist, ein Teil fand in Begleitung von Vanilleeis, Eierlikör und Krokant den Weg ins Nirwana und der Rest durfte besagten Biskuitboden zieren. Wobei sich mir die Frage stellte, wie man eine maximal mögliche Menge an Erdbeeren auf einen dünnen Boden bekommt. Ich habe das herausgefunden: Erdbeeren in Scheiben schneiden.
Zum Anpfiff um 16.00 Uhr gab es hier also kein Bier (das gibt es heute Abend, mit Kotelett, Kartoffeln und Gemüse, wie sich das für so einen typisch deutschen Feiertag gehört), sondern Torte, mit einem Hauch Vanillesahne garniert, nicht die schlechteste Alternative.Und das Schärfste: Deutschland hat GEWONNEN!!!!!!!! Schade, dass den Engländern ein Tor nicht zugebilligt wurde, aber ansonsten haben "meine" Jungs hervorragend gespielt. Sehr erstaunlich, wirklich toll. Ich muss gestehen, ein Fiasko hätte mich weniger überrascht. Och, das tut mir aber leid, für einen Schottland-Fan wie mich ist dieses Ergebnis doppelt schön, hihihi! Nicht nur wir sprangen hier im Dreieck, auch die Tierwelt scheint außer Rand und Band:
GIMME FIVE!









"Ah, Heimatklänge! Mit Heinemann-Kuchen bin ich aufgewachsen.
Aber die waren (und sind?) so teuer und edel, dass Kuchen von Heinemann immer etwas ganz besonderes war. In Rheydt, meiner Heimatstadt, in Mönchengladbach, Düsseldorf, Krefeld, Neuss, Duisburg und München (sic!) gibt es Cafés und wenn man zu "Kaffee Heinemann" ging, konnte man sich darauf schon etwas einbilden.
In unserer Familie gibt es bei Mama und Papa traditionsgemäß zu Weihnachten für jeden Gast ein kleines süßes Geschenk auf dem Teller: "Rhe'er Knööp" eine gehaltvolle Spezialität, von der man wirklich nur einen Knoop auf einmal essen kann. Und wenn man das Päckchen aufgefuttert hat, reicht es für ein Jahr. Auf der Heinemann-Website heißen sie Gladbacher Knööp, aber als Rheydterin isst man sowas natürlich nicht :-) Die Kuchenkreationen bei Heinemann sind wirklich außergewöhlich, auch viele kleine Törtchen, Babas usw. gibt es dort, die allesamt ein Traum sind.
[...]
Ich glaube, jetzt sind alle Dämme gebrochen und ich bestelle mir umgehend das Buch.
[...]
Bisher habe ich mich immer noch zurückhalten können, aber nu is Schicht:-) "
So geschah es, ich bestellte umgehend ein Exemplar eines Backbuches, das Herr Heinemann verfasst hat, nicht ohne zu bemerken, dass es inzwischen schon zwei Bücher des Autors gibt (Freudentanz! Narhallamarsch! Rakete! - ich habe dann das mit Schokolade bestellt - und soeben noch das mit Gebäck, hihihi). Was war ich gerade geplättet, als es an der Haustür klingelte und das Buch "Schokoladenträume" schon geliefert wurde!
Und die Moral von der Geschicht': Wir Foodblogger und Rezeptjunkies kurbeln das Kochbuchgeschäft an. Und alles andere ist - genau!!!! Jecke Kall!*
Leute schreibt Kochbücher, ich kaufe sie, ganz bestimmt!
Ach so: Kurzkritik nach dem ersten Duchblättern: 144 Seiten Schoko-Wahnsinn! Ich breche zum wiederholten Male in dieser Woche meine Diät ab.
*****************************************************************************************************
* Der Kölsche ansisch würde wahrscheinlisch "Jecke Verzäll" sagen, der Niederrheiner ansisch sacht "Jecke Kall" was soviel bedeutet wie "Blödsinn".