Ich mag Reis nicht so gern. Seit wir den Thermomix haben (der diesmal nicht zum Einsatz kam), esse ich aber häufig Risotto. Ab und an wird sogar ein wenig experimentiert. So mutig wie heute war ich jedoch noch nie beim Risottokochen.
Eigentlich wollte ich Milchreis. Mit Kokosmilch. Als mir aber bei der Suche nach Anleitung ein Rezept von Stevan Paul in die Hände fiel, habe ich meinen Plan umgeworfen und mich dem Wagnis Rote-Bete-Risotto gestellt.
Also los:
Eine Überprüfung der Vorräte ergab: Alle Zutaten waren im Hause, nur der trockene Weißwein nicht. Da habe ich dann kurzerhand ein Fläschchen vom Süßen geköpft.
Rote Bete und Birnen sollten hinein - meinte Herr Paulsen (der auch Stevan Paul heißt) in der Zeitschrift Effilee. Und 150 g Zwiebeln. Diese Zwiebelmenge erschien mir zunächst zu groß. War sie nicht. Genau richtig war's.
Auch bei Bete und Birne habe ich zunächst gezuckt. Aber nachdem ich das Risotto probiert hatte, war ich hin und weg. Es schmeckte wunderbar, ungewöhnlich, unbedingt nachmachenswert. Sehr, sehr fein - auch mit einem Scheibchen Schweinefilet als Beilage.
Eigentlich ist ja nicht viel bei der Zubereitung zu können. Das kann Jeder, der fähig ist, einen Kochlöffel zu halten (wer sich da nicht sicher ist, sollte unbedingt den Beitrag zum magischen Risotto bei "Nur das gute Zeugs" lesen). Die Zusammenstellung macht's und die ist schlicht, einfach, erdig, süß, überraschend, köstlich.
Herr Paulsen weiß es schon: Er bekam von mir Sterblichen, als mindestens Halbgott, wohnhaft Koch-Olymp, den Küchenlorbeerkranz für wunderbares Essvergnügen auf sein kreatives Haupt gesetzt. Weniger wäre nicht angemessen.






