Barbara hat uns gezeigt, was sie sieht, wenn sie in ihrer Küche aus dem Fenster schaut. Da ist es mehr als recht, die latent voyeuristisch-exhibitionistische Bloggergemeinde dazu aufzurufen, es ihr gleichzutun und ebenfalls einen Blick zu gewähren. Aber gerne doch! Vorausschicken möchte ich, dass die Bildqualität zu wünschen übrig lässt. Wir haben aufgrund meiner Spinnenaversion an vielen Fenstern Insektenschutzgitter anbringen lassen, so auch am Küchenfenster vorne raus.
Als wir vor fünf Jahren hier einzogen, fand ich toll, dass die Küche zwei große Fenster hat. Ich hatte damals eine Art Landhausgardine anbringen lassen, die mir einen guten Blick nach draußen gewährte.
Allerdings konnte man von zwei Straßen auch problemlos in meine Küche gucken. Und die ist manchmal, aufgrund diverser Koch- und Backaktionen, nicht wirklich präsentabel. Wir haben zwar Rolläden, aber die wollte ich am hellichten Tag nicht benutzen.
Nun habe ich vor ein paar Monaten Schiebevorhänge installieren lassen. Sie schützen vor Einblicken, ich komme mir nicht mehr so beobachtet, aber auch nicht mehr so beobachtend vor (auch ich bekam ja alles mit, was sich links und vorne auf der Straße abspielte), die Küche ist trotzdem schön hell und wenn mir danach ist oder mich die Neugierde packt, dann schiebe ich die Jalousien halt von unten nach oben oder von oben nach unten. Je nach Laune.
Norbert kann es nicht ausstehen, wenn die Aussicht komplett verdeckt ist. Mir macht es nichts aus - vor allem jetzt nicht, wo das Wetter wieder schlechter wird und der Herbst Einzug gehalten hat.
Die Aussicht links aus dem Fenster geht in einen Teil des Gartens. Da schaue ich beim Spülen auf unseren Gartenzaun, auf Johannisbeersträucher, Sonnenblumen, den Quittenbaum und auf eine Zeile Reihenhäuser.
Vorne raus is' auch schön. Vor allem im Frühjahr. In Nachbars Garten steht ein alter Süßkirschbaum. Ein Traum von einem Baum. Vor einiger Zeit musste er verkleinert werden, weil er drohte, bei Sturm auseinander zu brechen. Damals sah er arg gerupft aus. Mittlerweile ist er wieder zu einem wahren Prachtkerl herangewachsen.
Der Stellplatz fürs Auto ist noch zu sehen, ein Stück vom Gartenhaus und die Straße mit Gehsteigen. Hier ist die Einflugschneise für die Patienten der Ärzte für Allgemeinmedizin, die in einer Nebenstraße ihre Praxis haben. Zu Sprechstundenzeiten ist Betrieb, ansonsten wohnen wir in einer sehr ruhigen Gegend, ohne Durchgangsverkehr. Da Norbert und ich schon an äußerst stark befahrenen Straßen gewohnt haben, ist es für uns das Paradies.
Das Beste aber, das ich durch die Küchenfensterscheiben sehen kann, jeden Abend in der Woche, meist zur gleichen Uhrzeit, ist das hier:






