Crockpot? Kenne mer nit, bruche mer nit, fott domet (Kölsches Grundgesetz, Artikel 6). Und was ist eigentlich ein Slowcooker??
Nachdem ich mir einen Thermomix zugelegt hatte und im Wunderkesselforum ständig auf den Crockpot stieß (hat das jetzt Irgendwer verstanden?), wurde ich neugierig, las in Gabis Crockyblog, habe mich schlau gemacht, mich gewundert, wie günstig so ein Crockpot in der Anschaffung ist und im Oktober letzten Jahres hatte ich dann so ein Ding. Zunächst wurde der kleine angeschafft, kurze Zeit später trudelte das große Gerät hier ein.
Glücklicherweise bin ich des Englischen mächtig, ein nicht zu unterschätzender Vorteil, denn Kochbücher auf Deutsch gab es nicht. In einschlägigen Foren waren zwar Rezepte und Tipps zu finden. Das Crockyblog war ebenfalls eine Fundgrube für Rezepte und eine Quelle für Antworten auf diverse Fragen. Aber das war's irgendwie nicht. Ich will Kochbücher!!!
Amerikanische und englische Bücher wurden bestellt, alle sehr schön. Aber eben nicht auf Deutsch. Warum eigentlich nicht?
Das wird sich Gabi Frankemölle auch gefragt haben. Nach dem Motto „Selbst ist die Frau“ hat sie einfach ein Buch geschrieben. Und es ist richtig toll geworden.
Lustig finde ich den Titel „Die neue Art zu kochen“, verbunden mit einem Retro-Design-Cover. Schwarz und bunt und trendy. Wenn ich mir dann noch überlege, dass es früher mal eine Kochkiste gab - so neu ist diese Art des Kochens dann doch nicht. Omma stellte früher ihre Pötte ins Bett und abends war das Essen fertig. Wir schonen die Laken und kaufen Crockpots.
Also wie jetzt? Ganz einfach:
So ein Ami-Kocher wird gefüllt mit Zutaten, angeschaltet und nach ein paar Stunden ist das Essen fertig. Für Minimalisten in Sachen Arbeitsaufwand der Himmel. Das Paradies für mich. Denn ich gehe ja noch auf Geocaching-Tour. Und wenn man nach getaner Tat nach Hause kommt und der ultimative Schatz hat einem ein schönes Essen gekocht, dann ist die Welt ja so was von in Ordnung. Zudem sind die Stromkosten äußerst gering, das freut die sparsame Hausfrau.
239 Seiten pralles Kochvergnügen sind zusammengekommen. Voller Tipps, Tricks, Wissenswertem und vor allem mit schönen Rezepten. Alles was man über einen Slowcooker wissen muss und möchte, steht in diesem Buch. Wer gerne Eintopf isst, zartes Fleisch liebt und Gerichte mag, die aus einem Topf kommen, der findet hier eine Bereicherung seines Speisezettels.
Tja, liebe Leserinnen und Leser, kommen wir noch einmal zum Anfang dieses Beitrages zurück. Was ein Crockpot oder Slowcooker ist, habe ich grob umrissen. Dumm sterben müsst ihr nicht mehr.
Wer es aber ganz genau wissen möchte, unbedingt ein wunderhübsches Buch braucht (das man auch sehr gut verschenken kann - dann aber bitte Hardcover) und auch noch tolle Rezepte ausprobieren will, dem sei Gabriele Frankemölles Buch wärmstens ans Herz gelegt.
Innerhalb einer Woche habe ich bereits zweimal die Zucchini-Bisque gekocht. Erstens herrscht Zuccinischwemme, zweitens ist diese sanfte Curryschärfe zu köstlich und drittens s. oben.
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Zucchini-Bisque (CP) |
| Kategorien: | Gartenfrüchte, Eintopf, Crockpot |
| Menge: | 6 Portionen / 3,5 Liter Crockpot |
Zutaten
| 750 | Gramm | Zucchini, gewürfelt | |
| 1 | Zwiebel, gehackt | ||
| 2 | Essl. | Öl | |
| 1 | Essl. | Curry | |
| 2 | Essl. | Reis, gehäuft | |
| 650 | ml | Gemüse- oder Hühnerbrühe | |
| 1 | Essl. | Basilikum, gehackt | |
| Salz | |||
| Pfeffer | |||
| Instantbrühe | |||
| 100 | ml | Sahne |
Quelle
| Gabriele Frankemölle, "Die neue Art zu kochen" | |
| ISBN 978-3-902326-47-8 |
| Erfasst *RK* 29.08.2009 von | |
| Jutta Hanke |
Zubereitung
Zucchini, Zwiebel, Öl und Curry in den Crockpot geben und 30 Minuten auf HIGH anschwitzen lassen. Heiße Brühe, rohen Reis und Basilikum dazugeben, abschmecken und 3 Stunden auf HIGH oder 6 bis 7 Stunden auf LOW garen.
Suppe mit dem Stabmixer pürieren und die Sahne einrühren, nach Geschmack noch etwas Brühe zufügen, falls die Suppe zu dick ist. Etwa 20 Minuten auf LOW erhitzen, nicht mehr kochen lassen. Abschmecken und mit Croutons oder Ciabatta servieren.
Anmerkungen, Jutta: sehr gut! Gleich doppelte Menge machen.
=====
Nach dieser todernsten Abhandlung noch eine kleine Anekdote: sehr gute Bekannte (na gut, Verwandte) wunderten sich, wieso man mit Krabbenbrot kochen kann. Und wieso ein ganzes Buch darüber geschrieben wurde. Die hatten Kroepok verstanden. Hmm, isch muss womöschlisch noch ein bissschen an meiner ackkkzenntuwierten Aussschprache feilen.
Womit wir wieder bei Horst Schlämmer wären. Yes, Weekend!






