Was fällt mir ein, wenn ich an Leipzig denke?
Buchmesse, Bach, Bruno Ehrlicher, Messe, Lokomotive Leipzig, Leipziger Allerlei.
Lerchen eigentlich nicht. Wo Lerchen doch eine Delikatesse ersten Ranges waren in Leipzig. Zumindest im 17. und 18. Jahrhundert. Sage und schreibe 404.340 Lerchen (kann man das wirklich glauben???) wurden im Oktober des Jahres 1720 gefangen, hübsch verpackt zu kleinen Pasteten verbacken oder mit Kräutern und Eiern serviert und verspeist.
Nicht nur dem Tierschutzverein "Nützliche Vögel", sondern auch König Albert I. ist es zu verdanken, dass das schändliche Tun des Vogelfangs gegen Ende des 19. Jahrhunderts verboten wurde.
Die Leipziger, traditionsbewußt und findig, wollten auf ihre Lerchen nicht verzichten. Als Entschädigung für die entgangenen Gaumenfreuden erfanden Bäcker eine Leckerei, die einen würdigen Ersatz für die Vogelpastete darstellt.
Im Original werden sie in 16 Briocheförmchen mit einem Durchmesser von 7 cm gebacken. Die hatte ich nicht, also habe ich ein Muffinblech genommen.
Die Füllung war reichlich bemessen, da nur 12 Lerchen gebacken wurden.
Leipziger Lerchen, ein Hochgenuss, der in unserem Hause (im Gegensatz zur Urversion) bestimmt noch öfter auf den Tisch kommt. Wenn man die Lerchen eine Nacht rasten lässt, dann schmecken sie noch mal so gut!
| ========== | REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4 |
| Titel: | Leipziger Lerchen (M-TM) |
| Kategorien: | Gebäck, Mürbeteig |
| Menge: | 12 Stück |
Zutaten
| 3 | Eier, Größe M | ||
| 325 | Gramm | Mehl | |
| 175 | Gramm | Zucker | |
| 1 | Prise | Salz | |
| 250 | Gramm | Margarine / Butter | |
| 14 | Gramm | Weinbrand | |
| 3-4 | Tropfen | Bittermandelaroma | |
| 125 | Gramm | Puderzucker | |
| 100 | Gramm | Mandeln, gemahlen | |
| 12 | Teel. | Holunderblütengelee (oder Aprikosen- bzw. | |
| -- Johannisbeerkonfitüre) | |||
| Puderzucker zum Bestreuen |
Quelle
| Rezept modifiziert. | |
| Original: | |
| "kochen&genießen - ...noch mehr tolle Tortenhits" | |
| März 2000 |
| Erfasst *RK* 29.08.2008 von | |
| Jutta Hanke |
Zubereitung
Eier trennen. 250 g Mehl, 125 g Zucker, Salz, 125 g kalte Butter, 2 Eigelb, Weinbrand und 1 EL kaltes Wasser in den TM geben und 1 Minute, Teigstufe, zu einem homogenen Teig kneten.
Ein Muffinblech fetten, Teig auf wenig Mehl ausrollen (ca. 0,5 cm dick) und 12 Kreise von ca. 9 cm Durchmesser ausstechen. In die Muffinvertiefungen setzen, mit einer Gabel am Boden mehrmals einstechen und 30 Minuten kühl stellen. Aus dem restlichen Teig 24 Streifen (6 x 0,5 cm) schneiden und ebenfalls kühl stellen
125 g weiche Margarine und Aroma cremig rühren. Erst 125 g Puderzucker, dann 75 g Mehl und Mandeln unterrühren. Eiweiß und 50 g Zucker steif schlagen, unterheben.
Manzfred auf 160° C vorheizen (E-Herd: 175°C/Umluft: 150°C/Gas: Stufe 2).
In jede Vertiefung des Muffinblechs 1 TL Gelee setzen. Mandelmasse gleichmäßig verteilen und je 2 Teigstreifen über Kreuz auflegen.
Ungefähr 25 Minuten backen. 1 Eigelb verquirlen, die Küchlein damit bestreichen und weitere 10-15 Minuten backen. Auskühlen lassen und mit Puderzucker bestäuben.
Anmerkungen, Jutta: schmecken am nächsten Tag noch besser.
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