Frühlingsgefühle machten sich nicht nur in der Natur und auf unserer Terrasse breit,
auch Barbara schien mächtig davon betroffen und hatte nur das Eine im Sinn: zu erfahren, was Blogger so zu sich nehmen, wenn sie sich von Speisen eine aphrodisierende Wirkung versprechen.
Nun, ohne übertreiben zu wollen darf ich an dieser Stelle ausführen, dass weder Herr Schnuppschnüss noch ich jemals einen Gedanken daran verschwendet haben, uns mit aphrodisierenden Speisen zu beschäftigen. Warum, das sei der Phantasie des geneigten Lesers anheim gestellt.
Die schelmische Barbara hatte jedoch mit ihrem Aufruf, sich und anderen Vergötterten
zu bescheren, unsere Neugier geweckt und so begann die Beschäftigung mit den Köstlichkeiten zunächst einmal mit einem Brainstorming:
Was sind aphrodisierende Speisen? Woher bekommen wir die Rezepte? Was wollen wir kochen - nur ein einzelnes Gericht oder ein ganzes Mahl? Essen wir alleine oder laden wir Freunde ein? Und ganz wichtig: was wollen wir trinken?
Ein flotter Blick ins Bücherregal ließ uns ratlos zurück: "Ham'mer nit!". Kein Buch mit einem deutlichen Hinweis auf Betörendes. Nada, niente, nix. Diverse Anbieter von käuflich zu erwerbendem Lesestoff waren da besser sortiert. Flugs wurden zwei Bücher mit einschlägigen Titeln bestellt:
Neben einem netten, aber nicht wirklich vom Hocker hauenden Exemplar "Liebesmenüs - Raffinierte Köstlichkeiten für sinnliche Stunden" meines verehrten Alfons Schuhbeck gelangte in unseren Besitz das wunderbare, einmalig-schöne, phantastische und voller Esprit, Lebens- und Sinnenfreude daherkommende Buch "Aphrodite - Eine Feier der Sinne" von Isabel Allende. Dieses Buch werde ich zu einem anderen Zeitpunkt noch einmal vornehmen, um es gebührend zu würdigen.
Johanna Maiers "Mein Kochbuch" konnte ich ebenfalls nicht widerstehen. Das wurde deshalb auch gekauft.
Nach einer kurzen Diskussion stand das Programm dann fest: drei Gänge, keine Freunde, Sekt, Rezepte aus den Büchern und mit aphrodisierenden Zutaten, wie sie in aller Ausführlichkeit in Allendes Buch beschrieben sind - unmöglich, hier alle aufzuführen.
Die Durchforstung der Neuankömmlinge förderte immerhin Rezepte für die Vorspeise und das Dessert zutage. Auch eine Idee für ein Hauptgericht konnte aus dem neuerlich durchsuchten Bestand ermittelt werden. "Kerners Köche" (ein Geschenk!) standen hierfür Pate.
Schaumwein wurde kalt gestellt und Samstag auf dem Markt die letzten Einkäufe getätigt,
bevor nachmittags mit den Vorbereitungen zum lustvoll-opulenten Mahl begonnen werden konnte.
Sonntag war es dann soweit: die aphrodisischen Gaumenfreuden betörten unsere Sinne.
Akt I:
folgt morgen...













