Sonntag, 11. Mai 2008

Couscous marokkanisch mit Safran (TM)

Zugegeben, so richtig vorstellen konnte ich mir nicht, dass Lammfleisch, im Thermomix gegart, schmecken soll.

Aber die Faulheit und die Neugierde obsiegten über den Zweifel - zum Glück, denn das Gericht schmeckt tatsächlich prima.

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Auch das Couscous wurde wunderbar - locker und schmackhaft. Zuerst hatte ich ja bedenken, dass die Perlchen durch das Sieb des Varoma-Garers fallen. Sie blieben aber schön an ihrem Platz und garten munter vor sich hin.

Es tut dem Gericht bestimmt gut, wenn man es einen Tag vor dem Verzehr zubereitet. So können sich die verschiedenen Aromen zu einer schönen Einheit verbinden.

Auch wenn ich das nicht gemacht habe, geschmeckt hat es wie in Marokko.

Allen Leserinnen und Lesern wünsche ich ein schönes, sonniges und alle Sinne verwöhnendes Pfingstfest.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Couscous marokkanisch mit Safran (TM)
Kategorien: Lamm, Couscous, Marokko, Eintopf
Menge: 1 Rezept

Zutaten

4 Stängel Petersilie, abgezupft
2 Zwiebeln, halbiert
500 Gramm Lammfleisch, ohne Knochen,
In großen Stücken (4x4 cm)
3 Teel. Salz und etwas mehr
1/2 Teel. Pfeffer
2 Döschen Safran (je 0,1 g)
90 Gramm Olivenöl
3 Möhren
1 Kohlrabi, klein
1 Zucchini, mit Schale
1 Essl. Zimt, gemahlen
1 Teel. Ingwer, gemahlen
1/2 Teel. Koriander
900 Gramm Wasser
350 Gramm Couscous, mittelgroß
100 Gramm Rosinen
30 Gramm Zucker
260 Gramm Kichererbsen, aus der Dose
Abgetropft

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Thermomix-Kochbuch "Volldampf voraus"
Erfasst *RK* 11.05.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Petersilie in den Mixtopf geben, 5 Sek./Stufe 8 zerkleinern und umfüllen.

Zwiebel in den Mixtopf geben und 5 Sek./Stufe 5 zerkleinern.

Lammfleisch, 2 TL Salz, Pfeffer, Safran und 40 g Öl zugeben und 10 Min./100°/Linkslauf/Sanftrühstufe, dünsten.

Während der Garzeit das Gemüse in mundgerechte Stücke schneiden.

Gemüsestücke, gehackte Kräuter, Zimt, Ingwer, Koriander und 550 g Wasser in den Mixtopf zugeben und 15 Min./Varoma/Linkslauf, Sanftrührstufe, garen.

Während dieser Garzeit Couscous, 1 TL SaLz und 50 g Öl in eine Schüssel geben, zwischen den Händen reiben, mit 350 g Wasser bedecken und zur Seite stellen.

Rosinen, Zucker und Kichererbsen in den Mixtopf zugeben, Couscous in den Varoma umfüllen, Varoma aufsetzen und 10 Min./Varoma/ Linkslauf/ Sanftrührstufe, garen.

Lamm-Gemüse-Topf mit dem Couscous auf einer Servierplatte anrichten und servieren.

Anmerkungen, Jutta: Bei dem Gericht erscheint die Sauce zunächst etwas zu dünn. Auf dem Teller saugt das Couscous jedoch die Flüssigkeit der Fleisch-Gemüse-Mischung auf und die Konsistenz wird perfekt. Schmeckt toll!

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Dienstag, 06. Mai 2008

Frankfurter Grüne Sauce - Schnuppschnüss lüftet das Geheimnis

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Wahrscheinlich werden sie mich hassen. Abgrundtief. Ewiglich. Füä immä - die Hesse.

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Möglicherweise aber wird mir auch ein wenig Zuneigung zuteil, übermittelt vom Rest der Welt.

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Denn:

Ich rüttele an einer hessischen Bastion, indem ich hiermit die grammgenaue (huhu, Ulrike!) Zusammensetzung des Kräuterpäckchens verrate. Einfach so, damit der Rest der Welt auch endlich an unserer schönen Sauce teilhaben kann.

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Also, ich fordere mein Schicksal heraus. Man nehme:

30 Gramm Kerbel:

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10 Gramm Kresse:

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67 Gramm Petersilie:

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6 Gramm Pimpinelle:

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120 g Sauerampfer:

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12 Gramm Schnittlauch:

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sowie 12 Gramm Borretsch (nicht fotografiert - warum eigentlich nicht?).

Und so sieht die Sauce dann fertig aus, mit Ei und Kartoffeln. Das Rezept habe ich hier schon einmal veröffentlicht.

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Im Anhang findet ihr noch ein paar Rezepte. Immer, wenn etwas gehackt werden soll oder der Fleischwolf zum Einsatz kommt, würde ich den Thermomix verwenden.

Im übrigen finde ich, dass 120 g Sauerampfer ein wenig übertrieben sind. Da würde ich weniger nehmen.

Rezepte hier: 

Mehr "Frankfurter Grüne Sauce - Schnuppschnüss lüftet das Geheimnis" »

Donnerstag, 01. Mai 2008

Man gönnt sich ja sonst nichts!

Thermomix - nie, nie, niemals kommt mir so ein Ding ins Haus. Wozu braucht man das eigentlich? Viel zu teuer, nimmt Platz weg, alle Geräte, die ich für meine Kochaktionen benötige, habe ich ohnehin Zuhause. Tupper von Vorwerk, nix für mich.

Freitag, 25.04.2008:

Eine mir bekannte Dame fragt an, ob Interesse an einer Vorführung bestehe. Thermomix. Zunächst die spontane Reaktion: "s. o.". Dann werde ich neugierig und denke so bei mir: "Gucken und anhören kann ich ja mal, ist ja ganz unverbindlich, kostet nix, macht bestimmt Spaß, kaufen werde ich sowieso nicht..." und schon ist die Zusage zur Teilnahme über meine Lippen geflutscht.

Montag, 28.04.2008, 17.00 Uhr:

Die Vorführung. Sieht man mal davon ab, dass das Gemüse geputzt und geschnitten werden muss, erlebe ich die Zubereitung von : Apfel-Möhren-Rohkost in 6 Sekunden, Tomatensuppe in knapp 10 Minuten, Zabaglione in 8 Minuten. Ohne zusätzliche Pötte und ohne daneben stehen zu müssen. "Gefällt mir" ist die Untertreibung des Jahres.

16 Stunden später...

Dienstag, 29.04.2008, 19.00 Uhr:

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Geburtstag kann so schön sein. Gibt es eigentlich eine Grenze für Geschenke "nachträglich zum Geburtstag"? Ich habe da noch die ein oder andere Idee...

Nachtrag, 8.5.08: Mittlerweile habe ich Risotto, Kartoffeln und Spargel im TM gegart, Hefeteig, Bechamelsauce, Pesto, Salatsauce, Desserts sowie Konfitüre zubereitet und in Windeseile Parmesan geschreddert - toll!. Die Begeisterung hält an.

Freitag, 25. April 2008

Mascarpone-Kirschstreusel (M)

Ja, auch an mir nagt der Zahn der Zeit. 48 Jahre sind kein Pappenstiel. Ab und an werde ich mir bewußt, dass das Dasein endlich ist. Dann feiere ich Geburtstag - so wie heute;  backe Kuchen - so wie heute;  trinke Schaumwein - so wie heute und telefoniere mit ganz vielen Verwandten und Freunden - so wie heute. Am meisten gelacht habe ich mit meiner Lieblingsschwägerin - Huhu Irene!!!

Ausprobiert wurde eine Art Käsekuchen, der nachmittags bei einem "Damenkränzchen" ganz gut angekommen ist und der deshalb hier verewigt wird.

Mascarponekirschstreusel_m 

Statt des Mascarpones wurde Ricotta verwendet. Das ist der Linie zuträglich und tat dem Geschmack, glaube ich zumindest, keinen Abbruch. Allerdings würde ich beim nächsten Mal eine 28er Form wählen, denn der Teig ist hochgestiegen und zum Teil über den Rand gelaufen.

Rezept? Hier:

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Mascarpone-Kirschstreusel (M)
Kategorien: Torte, Streusel, Kirschen, Käsekuchen
Menge: 1 Torte

Zutaten

H FÜR DIE STREUSEL
200 Gramm Butter
450 Gramm Mehl
200 Gramm Zucker
1/2 gestr. TL Backpulver
1 Prise Salz
1 Ei (Gr. M)
H FÜR DEN BELAG
1 Glas Kirschen (720 ml)
5 Eier (Gr. M)
225 Gramm Zucker
750 Gramm Magerquark
250 Gramm Mascarpone
1 Pack. Puddingpulver "Vanille" (zum Kochen; für 1/2
-- Milch)
1 Prise Salz
H FÜR DIE DEKORATION
100 Gramm Zartbitter-Kuvertüre
100 Gramm Schlagsahne
25 Gramm Weißes Plattenfett, (z. B. Palmin)
Kakao zum Bestäuben

Quelle

"kochen & genießen"
Torten-Hits No. 8
März 2008
Erfasst *RK* 25.04.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Eine Springform (26 cm Durchmesser; ca. 8 cm hoch) fetten. 200 g Butter bei schwacher Hitze schmelzen. Mehl, 200 g Zucker, Backpulver, l Prise Salz und l Ei mischen. Die flüssige Butter in dünnem Strahl zugießen, dabei mit den Knethaken des Handrührgerätes zu Streuseln verkneten. Hälfte Streusel kalt stellen. Restliche Streusel als Boden in der Form verteilen und andrücken.

Im vorgeheizten Ofen (E-Herd: 200°C/Umluft: 175°C/Gas: Stufe 3/ Manzfred 175°C) ca. 20 Minuten vorbacken. Aus dem Ofen nehmen, ca. 15 Minuten abkühlen lassen. Den Backofen herunterschalten (E-Herd: 175 °C/ Umluft: 150 °C/Gas: Stufe 2/Manzfred 150°C).

Kirschen abtropfen lassen und trocken tupfen. 5 Eier, 1 Prise Salz und 225 g Zucker ca. 4 Minuten schaumig schlagen. Quark, Mascarpone und Puddingpulver kurz unterrühren. Auf den Streuselboden streichen. Kirschen darauf verteilen. Mit den übrigen Streuseln bestreuen. Ca. l 1/4 Stunden backen (evtl. nach ca. 45 Minuten abdecken). In der Form auskühlen lassen.

Kuvertüre grob hacken. Sahne im kleinen Topf aufkochen und vom Herd ziehen. Kuvertüre und Plattenfett unter Rühren darin schmelzen. Auf die Torte in der Form verteilen. Mind. l Stunde kalt stellen. Mit Kakao bestäuben.

ZUBEREITUNGSZEIT Ca. 45 Min. BACKZEIT Ca. 1 1/2 Std.

AUSKÜHL-/KÜHLZEIT mind. 5 Std.

STÜCK ca. 540 kcal - 13 g E - 26 g F - 59 g KH

Anmerkungen, k & g: Nach dem Kälteschlaf ... schmeckt der Kuchen wie frisch gebacken, wenn Sie ihn aus der Verpackung nehmen und dann über Nacht im Kühlschrank auftauen lassen.

Anmerkungen, Jutta: statt Mascarpone Ricotta verwendet. Kirschen leicht bemehlt, damit sie nicht versinken. Abdecken im Manzfred nicht nötig. Kuchen nur mit Schokolade verziert, nicht mit Kakao bestäubt.

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Dienstag, 22. April 2008

fress:publica08 - Die wahrscheinlich letzte Retrospektive des Spektakels

Ach ja, ich bin spät dran. Weiß ich, macht aber nix. UND: es gab einen Grund.

Dafür hab ich jetzt ganz wenig Arbeit, weil viele andere Teilnehmer (eigentlich alle) der fress:publica 08 flotter waren als ich und schon alles mitgeteilt haben, was mitteilenswert war. In schönster und anschaulichster Weise: Genussblogs macht's möglich. Und das Who's Who der Festivität kann man bei Jürgen nachlesen. Der fährt nicht nur Rad, sondern macht auch tolle Aufstellungen.

Was mir noch aufgefallen ist:

- dass es keine Musik gab. Das war toll und hat dazu beigetragen, dass wir (Herr Schnuppschnüss war auch mit) fast 10 Stunden beim Louie waren und eigentlich nicht wirklich weg wollten,

- dass die unterschiedlichsten Menschen mit Spaß am Essen (na ja, das war schon Fressen, aber schließlich war ein fressack ja der Gastgeber), Trinken, Reden, Lachen, Zuhören, Fotografieren, Neugierigsein,  Bloggen und Glücklichsein zusammenkamen und alle zu einem absolut harmonischen Miteinander beitrugen,

- dass lamiacucina groß, schlank und auch ein wenig unkonvenionell daherkommt,

- dass fressacks Typbeschreibung (HI) passt,

- dass es bis Bergen-Enkheim nur 30 Minuten sind- wieso bin ich eigentlich vorher noch nie dort gewesen?

- dass es zuviele Leckereien für meinen leider viel zu kleinen Magen gab. Ich sollte ein wenig üben vorher,

- dass es zuviele flüssige Leckereien für meine leider viel zu kleine Leber gab. Ich sollte ein wenig üben vorher (war schon fleissig),

- dass Frankfurt auf den Fotos zur fress:publica08 so richtig toll aussieht,

- dass ich es nicht wirklich zu schätzen wusste, eine Kleinmarkthalle in der Nähe zu haben,

- dass ich viele tolle, interessante, unbekannte, bekannte Menschen getroffen habe, die mich ganz glücklich zurückgelassen haben,

- dass ich fressack nochmal drücken muss,

- dass ich mich bei allen Teilnehmern bedanken möchte für die  tollen Gespräche, Umarmungen, Geschenke und Köstlichkeiten,

- dass mir Jan Theofel ohne Mütze ganz gut gefällt. Aber ein bisschen Hut muss sein, deshalb: Chapeau, dass Du gekommen bist,

- dass ich wissen möchte, von wem das Olivenöl war,

- dass ich ebenfalls wissen möchte, wer die Salzkaramellbonbons gemacht hat,

- dass ich mich auf fress:publica09 freue,

- dass es das war - glaub' ich.

Ach so, warum ich so spät schreibe? Ich hatte zu tun:

 

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Rezepte gefällig? Ein Klick auf Frankfurter Kranz und Brownies mit Walnüssen genügt.

Sonntag, 20. April 2008

fress:publica08 - Morgens, halb vier in Deutschland - wir sind wieder zurück!

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Nach einem absolut gelungenen Bloggertreffen fress: publica08 in fressacks Gaststätte "Zum Goldenen Engel" sind wir abgefüllt, wohlbehalten und glücklich wieder Zuhause gelandet (Auto musste in Bergen-Enkheim bleiben).

Bis zum ausführlichen Beitrag soviel:

Fressack, Du herrlicher Hesse, wir danken Dir, dass Du so einen schönen Abend möglich gemacht hast. Und den Teilnehmern natürlich ebenso, die uns mit herrlichen Schmankerln aus ihrer Region versorgten.

Aber jetzt: ab in die Falle und bis morje zum Absacken. Wo? Im Goldenen Engel natürlich!

Montag, 14. April 2008

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden === Akt IV: Der Tragödie letzter Teil

Akt IV

Was bisher geschah:

Am Ende des dritten Aktes, nach dem Genuss eines köstlichen Desserts und der ein oder anderen Spirituose, fanden sich Herr Schnuppschnüss und meine Wenigkeit in trauter Umarmung (ääähm, hatte ich das schon berichtet?) und gelockerter Kleidung auf der Couch unseres Wohnbereiches wieder.

Lieber Leser, natürlich kann ich verstehen, dass die Neugierde heiß brennt und die Geschehnisse der letzten Tage Spuren hinterlassen haben. Möglicherweise sind die Fingernägel kürzer, der Mund trocken und die Hände feucht. Egal. Ehe nun die Welt erfahren wird, was sich während des vierten und letzten Aktes des aphrodisischen Mahles in unseren vier Wänden abspielte, möchte ich der Schöpferin dieses Events die gebührende Reverenz erweisen. Soviel Zeit muss einfach sein. Deshalb:

Liebe Barbara, Danke für diesen tollen Vorschlag. Er war ein wenig mutig und ganz viel genial und die Auswirkungen der aphrodisierenden Speisen und Getränke, die Herr Schnuppschnüss und ich zu uns genommen haben, waren einfach, schlicht, ergreifend und wie im Anschluss zu sehen,

TRAUMHAFT

Blogevent_traumhaft

THE END

Sonntag, 13. April 2008

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden === Akt III: Charlotte der Liebenden

Akt III

Was bisher geschah:

Die Vorspeise unseres aphrodisierenden Mahles war nicht für alle Beteiligten eine Wonne. Unsere Hoffnungen auf ein köstliches, beide Teilnehmer befriedigendes Hauptgericht wurden indes nicht enttäuscht. Nach dem schmackhaften und betörenden Hauptgang konnten wollten weder Herr Schnuppschnüss noch ich lange auf das Dessert warten. Flugs wurde es aus der Küche geholt und mit vielen Ohhs und Ahhs, die unser Entzücken zum Ausdruck bringen sollten, verzehrt. Und weil es so toll schmeckte, soll das Dessert auch der ultimative Beitrag zum Blogevent sein.

Blog-Event XXXII - Aphrodisische Gaumenfreuden

Da hat die Frau Allende aber mal ein wunderbares Rezept in ihrem Büchlein vermerkt! Der Clou bei dieser Nachspeise sind die weichen Biskuitstückchen in der Schokoladencreme. Damit sie die richtige Konsistenz haben, sollte man das Dessert unbedingt einen Tag zuvor zubereiten (super, oder? Mehr Zeit!). Es schmeckt wie eine Mischung aus Mousse au Chocolat und Tiramisu und hat uns wirklich ganz hervorragend gemundet.

Charlotte_der_liebenden

Und diese ganzen Aphrodisiaka, die hier zu solch einer wunderbaren Speise verarbeitet wurden... Schokolade, Nüsse, Kaffee, Cognac, Eier - wir konnten kaum noch an uns halten. Um dem ganzen die Krone aufzusetzen, sprangen wir wiederum in die Küche, holten auch noch die Reste des Desserts hervor und machten kurzen Prozess. Die Überbleibsel der für zwei Personen  reichlich bemessenen Portion wurden komplett niedergemacht. Und weil uns der Sekt ausging und im Dessert ja auch Cognac war, gab es noch einen kleinen Absacker zum Schluss.

==========REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Charlotte der Liebenden
Kategorien: Dessert, Biskuit, Kaffee, Alkohol
Menge: 2 Portionen

Zutaten

4  Löffelbiskuits, zerkrümelt
2  Eier, getrennt
75Gramm Zartbitterschokolade
30Gramm Gemahlene Walnüsse
25Gramm Zucker
30Gramm Butter
30ml Espresso, stark
1Essl. Cognac

Quelle

 Rezept modifiziert.
 Original: Isabel Allende - "Aphrodite - Eine Feier der
 Sinne"; ISBN: 978-3-518-39546-7
 Erfasst *RK* 13.04.2008 von
 Jutta Hanke

Zubereitung

Die Schokolade im Wasserbad mit 2 Eßlöffeln Wasser schmelzen, den Zucker und die Butter dazugeben.

Die Eidotter nach und nach hineingeben und die Masse 5-10 Minuten bei geringer Hitze aufschlagen.

Die Eiweiße steif schlagen und mit den Nüssen unter die abgekühlte Schokolade heben.

Behutsam den Kaffee, den Cognac und die Biskuits hinzufügen.

Die Charlotte in zwei Kelchgläser mit weiter Öffnung füllen und mit Creme Chantilly und einem Praliné garnieren.

Anmerkungen: Die Charlotte am besten am Vortag zubereiten. Kurz vor dem Verzehr garnieren.

=====

Die Wirkung des kompletten Menüs war einfach unbeschreiblich. Am Tisch hielt uns nun nichts mehr, wir konnten nicht anders, wir mussten es uns einfach ein wenig, nun ja, bequemer machen. Niemals hätten wir die Möglichkeit in Betracht gezogen, dass uns nach diesem wirklich wunderbaren Mahl mit aphrodisierenden Spezereien sogar der Gang in die oberen Gemächer als zu umständlich erscheinen könnte. Mir wurde warm, auch Herrn Schnuppschnüss stand der Sinn nach Lockerung der Kleidung. An seinem starken Arm wurde ich zur nahen Couch geleitet, Nachschub an Getränken wurde organisiert und dann vollzog sich:

Akt IV

über den ich schonungslos aufklären werde. Wie immer: morgen!

Samstag, 12. April 2008

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden === Akt II: Kalbsmedaillons mit Spargel und mit ohne Bärlauchpesto

Akt II

Sekt - ein spritziges Getränk, leicht, prickelnd, süffig. Tröstlich nach verunglückten ersten Akten und dazu angetan, in der Küche beim Kochen von Hauptgerichten Gesellschaft zu leisten. Also wurde die Pulle vom Esstisch in die Küche befördert, wo sie gute Dienste leistete. Ich wurde sehr lustig, pfiff munter "Veronika, der Lenz ist da" und bekam Appetit auf den zweiten Teil unseres sündigen Mahls. Es sollte besser werden, wenn auch im Abschluss die komplette Befriedigung nicht ganz gelang. Trotzdem - die Zeiten wurden rosiger.

Rosige_zeiten

Doch der Reihe nach:

Grundlage der Hauptspeise war ein Rezept von Rainer Sass aus dem Buch "Kerners Köche", einem Werk, das solide, interessante und manchmal auch experimentell-abgedrehte Rezepte enthält. Bei unserer Rezept-Recherche hatten wir Glück, unser Gericht entpuppte sich als raffinierte Version eines Spargelgerichtes, das ich zunächst als "solide-interessant" einstufte.

Spargel, ein Gemüse mit einem Aussehen, das auch anatomisch nicht wirklich bewanderten Zeitgenossen ein schelmisches Leuchten in die Augen zaubert, zählt zu den Hauptvertretern aphrodisischer Genüsse. Isabel Allende meint dazu: "Die dicken, hellfarbigen Sprossen mit rosa bis violetter Spitze sind die aphrodisischeren. Sie ähneln anämischen Phallen." Ob die landläufige Meinung ein Körnchen Wahrheit enthält, wollten wir am eigenen Leib erfahren.

Kalbsrckenmedaillons

Der Spargel war frisch, knackig und schnell zubereitet. Überhaupt war die Hauptspeise in kürzester Zeit auf dem Tisch, da das Pesto bereits am Vortag zubereitet wurde und nur noch mit Sahne, Wein und Butter erhitzt werden musste. Allerdings wurde ich während des Essens von Lachkrämpfen geplagt, hervorgerufen durch mentale Beschäftigung mit Allendes Ausführungen zum Spargel. Ich konnte mich kaum beherrschen, wenn ich an "anämisch" dachte.

Zurück zum Thema:

Statt des wohlbekannten Schinkens gab es hervorragend mundende Kalbsmedaillons (das Portemonnaie war nach dem Besuch beim Fleischer angenehm leicht zu tragen) und die Deko-Idee mit den kurz gebackenen Tomaten war nicht nur eine Augenweide, sondern auch ein wunderbares Geschmackserlebnis.

Tomatenschwemme

Auch die Tomate zählt zu den Gemüsen mit spezieller Wirkung auf das Gefühlsleben. Von den Spaniern aus Amerika eingeführt, wurde sie wegen ihrer Farbe auch als "Liebesapfel" bezeichnet. Die Österreicher nennen sie "Paradeiser", eine wunderschön doppeldeutige Bezeichnung, die neben absoluter Glückseligkeit auch allergrößte Sünde suggeriert. Genau so wollen wir das haben, jawoll!

Das verfeinerte Bärlauchpesto hätte bestimmt eine Explosion auf den Geschmackspapillen hervorgerufen - wenn es nicht absolut bitter und deshalb ungenießbar gewesen wäre. Versierte Köche tippten auf "zu lange im Mixer verarbeitet". Das kommt hin und ist - mal wieder - mir zuzuschreiben. Als Alternative wurden junge, gegarte Kartoffeln in der Pfanne knusprig gebraten. Dass das Pesto fehlte, war schade, aber durch diese schöne Beilage immerhin zu verkraften.

Das Kalbsmedaillon mit Spargel und mit ohne Bärlauchpesto war trotzdem ein absolut gelungenes Gericht, dem ich bescheinigen kann, nachkochenswert zu sein.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Kalbsmedaillons mit Spargel und Bärlauchpesto
Kategorien: Kalb, Spargel, Bärlauch, Pesto, Tomaten
Menge: 2 Personen

Zutaten

H FÜR DEN SPARGEL
10 Weiße Spargelstangen
1 Essl. Butter
Salz
Zucker
H FÜR DIE TOMATEN
6 Cocktailtomaten (an der Rispe)
2 Essl. Olivenöl
Grobes Meersalz
H FÜR DAS PESTO
20 Pinienkerne
100 Gramm Bärlauch
4 Essl. Olivenöl
100 Gramm Sahne
100 ml Trockener Weißwein
1 Essl. Butter
H FÜR DIE MEDAILLONS
2 Kalbsrückensteaks (à ca. 120g)
Salz
Pfeffer aus der Mühle
1 Prise Zucker
1 Essl. Butter
2 Essl. Olivenöl

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Rainer Sass in dem Buch "Kerners Köche"
ISBN: 978-3-89883-142-0
Erfasst *RK* 12.04.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Die Spargelstangen schälen und die holzigen Enden abschneiden. In einen Topf geben, mit Wasser bedecken und 1 EL Butter sowie je 1 TL Salz und Zucker hinzufügen. Das Wasser zum Kochen bringen und den Spargel darin offen 15 bis 20 Minuten bissfest garen.

Manzfred auf 160° C vorheizen (Backofen auf 180 °C). Die Cocktailtomaten an der Rispe waschen und vorsichtig trockentupfen. In eine kleine Auflaufform geben, mit 2 EL Öl beträufeln und mit Meersalz bestreuen. Die Tomaten im vorgeheizten Manzfred auf der mittleren Schiene etwa 5 Minuten garen, bis die Haut der Tomaten aufplatzt.

Für das Pesto die Pinienkerne in einer beschichteten Pfanne ohne Fett leicht anrösten und abkühlen lassen. Den Bärlauch waschen, trockentupfen und grob schneiden. Bärlauch und Pinienkerne mit 4 EL Öl im Blitzhacker oder im Küchenmixer pürieren.

Die Kalbsrückensteaks mit Salz und Pfeffer würzen. In einer Pfanne das restliche Öl und 1 EL Butter erhitzen und die Medaillons darin auf jeder Seite 3 Minuten braten. In Alufolie wickeln und 2 bis 3 Minuten ruhen lassen.

Das Bärlauchpesto in einen kleinen Topf geben. Die Sahne, den Weißwein und die restliche Butter dazugeben und das Pesto nur erhitzen, nicht kochen! Mit wenig Salz, Pfeffer und 1 Prise Zucker würzen. Die Kalbsmedaillons mit dem Bärlauchpesto, den Tomaten und dem Spargel auf Tellern anrichten.

=====

Dennoch: Irgendwie stand diese Kochaktion unter keinem guten Stern.

Nun, wir wollen hier nicht vorgreifen... Herr Schnuppschnüss und ich hatten jedenfalls immer noch den festen Willen, nach dem ausgiebigen Studium aphrodisierender Freuden einen von Erfolg gekrönten Abschluss zu erleben.

Das Essen war köstlich, der Schampus schmeckte immer noch, zu Wein zu wechseln wurde glatt vergessen, wir vermeinten schon, eindeutige Wirkungen zu verspüren und hatten die tolle Idee, schnell das Dessert zu vernaschen, um keine Minute des spannenden Nachmittags zu vertun.

Deshalb stürzten wir in die Küche, holten unsere Dessertgläser, warfen uns an den Tisch und widmeten uns inbrünstig

Akt III,

der, wie ihr richtig vermutet, morgen folgt...

Das Zitat ist dem Buch "Aphrodite - Eine Feier der Sinne" entnommen, geschrieben von Isabel Allende, ISBN 3-518-39546-7.

Freitag, 11. April 2008

Blogevent XXXIII: Aphrodisische Gaumenfreuden === Akt I: Jakobsmuscheln mit Kapern-Sultaninen-Sauce

Akt I

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Der erste Akt unseres aphrodisischen Mahls stammt aus Johanna Maiers "Mein Kochbuch", einem wunderbaren, ja geradezu "rührenden" Buch.

Wie es sich für den allerersten Akt gehört, ging ich jungfräulich in dieses Abenteuer. Jakobsmuscheln, auch Pilgermuschel genannt, hatte ich noch nicht gegessen und war natürlich aufgeregt, gespannt-neugierig, voller Lust auf diese kleinen Dinger. Wie allen Weich- und Schalentieren, die aus dem Meer stammen, wird ihnen ein hoher, aphrodisischer Wert nachgesagt.

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Die Zubereitung der Vorspeise war einfach. Die Sauce wurde bereits am Vortag hergestellt, was ihr gut bekam. Sie war durchgezogen und schmeckte einfach  hervorragend. Stimmig, kräftig, fruchtig, würzig. Für den Happen Blumenkohl und die ziemlich neutral schmeckende Jakobsmuschel (laut Herrn Schnuppschnüss) vielleicht einen Hauch zu intensiv. 

Der gebratene Blumenkohl war eine Wucht. So werde ich dieses Gemüse noch öfter zubereiten, es war sehr schmackhaft und sah toll aus.

========== REZKONV-Rezept - RezkonvSuite v1.4
Titel: Jakobsmuscheln mit Kapern-Sultaninen-Sauce
Kategorien: Jakobsmuschel, Kapern, Sutaninen, Sauce
Menge: 4 Portionen

Zutaten

H FÜR DIE SAUCE
100 Gramm Sultaninen
100 Gramm Kapern
200 ml Wasser
75 Gramm Butter
Muskatnuss, frisch gerieben
1/2 Essl. Balsamico-Essig
Pfeffer
H FÜR DIE MUSCHELN
4-8 Jakobsmuscheln
Salz
Cayennepfeffer
1 Essl. Öl
1 Essl. Butter
1 Blumenkohl, klein
50 Gramm Butter
4 Kapernäpfel

Quelle

Rezept modifiziert.
Original: Johanne Maier "Mein Kochbuch"
ISBN: 978-3-89910-371-7
Erfasst *RK* 10.04.2008 von
Jutta Hanke

Zubereitung

Für die Sauce Sultaninen und Kapern mit Wasser aufkochen und 10 Minuten simmern lassen. Anschließend Butter zugeben und mit geriebener Muskatnuss, Essig und Pfeffer im Mixer pürieren(JH: Eventuell noch einen Hauch Salz zufügen, aber vorher unbedingt probieren). Durch ein Sieb zu einer glatten Sauce pürieren.

Die Muscheln öffnen und das Muschelfleisch vorsichtig herauslösen. Das Fleisch mit kaltem Wasser säubern und abtrocknen. Mit Salz und Cayennepfeffer würzen und in einer Öl-Butter-Mischung etwa 3 Minuten beidseitig goldbraun braten. Blumenkohl in dünne Scheiben schneiden und in Butter ebenfalls goldbraun und bissfest braten. Mit Salz und Pfeffer würzen.

Die Sauce auf den Tellern verteilen udn die Jakobsmuscheln darauf legen. Mit Blumenkohl und Kapernapfel garnieren.

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Die Jakobsmuscheln... da kann ich nur vermelden, dass ich leider Jungfrau bleiben musste. Sie wanderten zwar über meine Lippen, zumindest der erste Bissen, aber bis in den Magen gelangten sie nicht. Detaillierte Schilderungen erspare ich den empfindlicheren Naturen unter den Lesern, nur soviel als Fazit: ich mag keine Jakobsmuscheln.

Zur Ehrenrettung dieser kleinen Meeresfrüchtchen muss ich aber hinzufügen, dass mir einmal von Miesmuscheln entsetzlich schlecht wurde und ich seither keine wie auch immer gearteten Vertreter dieser Spezies gegessen habe. Dabei wird es wohl auch bleiben.

Verständlich, dass nach diesem etwas enttäuschenden Auftakt (Frau Maier kann nichts dafür, die Sauce war wirklich traumhaft, nur die Kombination nicht) noch Hoffnung auf Steigerung bestand. Also pilgerte ich in Richtung Küche und kümmerte mich darum, dass die Sonne wieder am Himmel der Liebenden aufgehen möge.

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Akt II

folgt morgen...